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Archiv BGH-Volltexte - März 2007

Urteil v. 15.03.2007
V ZB 117/06

ZVG § 152a; ZwVwV §§ 17 Abs. 1 Satz 2; 19 Abs. 1 - Als Zwangsverwalter eingesetzte Rechtsanwälte und Rechtsbeistände sind bei der Bemessung der Vergütung nach Zeitaufwand grundsätzlich gleich zu behandeln.

Kategorie: Verfahrens- und Vollstreckungsrecht, V. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 15.03.2007
V ZB 145/06

BGB § 2113 - Gehört zu einem Nachlass, für den Vor- und Nacherbschaft angeordnet worden ist, ein Anteil an einer Erbengemeinschaft, zu deren Gesamthandvermögen ein Grundstück zählt, kann der Vorerbe über dieses Grundstück ohne die Beschränkungen des § 2113 BGB verfügen.

Kategorie: Verfahrens- und Vollstreckungsrecht, V. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 15.03.2007
V ZB 170/06

RVG VV Nr. 3202 Vorbemerkung 3 Abs. 3 - Die Terminsgebühr für die Berufungsinstanz (RVG-VV Nr. 3202) entsteht nicht, wenn das Berufungsgericht die Berufung durch einstimmigen Beschluss nach § 522 Abs. 2 ZPO zurückweist. In diesem Fall kann die Terminsgebühr auch nicht durch eine Besprechung der Rechtsanwälte ohne Beteiligung des Gerichts entstehen (Fortführung von Senat, Beschl. v. 1. Februar 2007, V ZB 110/06, Rdn. 19).

Kategorie: Insolvenz- und Sanierungsrecht, V. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 15.03.2007
V ZB 77/06

ZPO § 788 Abs. 1 Satz 1; RVG VV Nr. 1008 - Lautet ein Titel auf die einzelnen Wohnungseigentümer einer Gemeinschaft, sind nur diese berechtigt, aus dem Titel zu vollstrecken. Die Notwendigkeit der für die Tätigkeit ihres Rechtsanwalts im Vollstreckungsverfahren entstehenden Mehrvertretungsgebühr kann daher nicht mit der Begründung verneint werden, die Gebühr wäre nicht angefallen, wenn die Wohnungseigentümergemeinschaft als teilrechtsfähiger Verband den Vollstreckungsauftrag erteilt hätte.

Kategorie: Insolvenz- und Sanierungsrecht, V. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 14.03.2007
XII ZB 201/06

GG Artt. 3 Abs. 1, 103 Abs. 1; FGG §§ 19, 20, 68 b Abs. 3, 69 f Abs. 1 - Der Betroffene kann die gerichtliche Anordnung, sich psychiatrisch untersuchen zu lassen, jedenfalls dann mit der Beschwerde (§§ 19, 20 FGG) angreifen, wenn die Anordnung objektiv willkürlich, d.h. in so krassem Maße rechtsfehlerhaft ist, dass sie unter Berücksichtigung des Schutzzweckes von Artt. 3 Abs. 1 und 103 Abs. 1 GG nicht mehr verständlich erscheint; § 68 b Abs. 3 Satz 2 FGG ist in solchen krassen Ausnahmefällen nicht anwendbar.

Kategorie: Verfahrens- und Vollstreckungsrecht, XII. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 14.03.2007
XII ZB 85/03

BGB § 1587 a Abs. 2 Nr. 1; BeamtVG §§ 14 Abs. 1, 69 e i.d.F. des Versorgungsänderungsgesetzes v. 20. Dezember 2001 (BGBl. I 3926 ff). - Der degressive Versorgungsbestandteil (sog. Abflachungsbetrag) beamtenrechtlicher Versorgungsanrechte fällt auch dann nicht in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich, wenn der Versorgungsfall bereits vor Beginn der Übergangsphase nach § 69 e BeamtVG eingetreten ist.

Kategorie: Verfahrens- und Vollstreckungsrecht, XII. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 14.03.2007
XII ZB 36/05

BGB § 1587 Abs. 1 und 3 - Dem Versorgungsausgleich unterliegen regelmäßig nur solche (privaten) Rentenversorgungen, die speziell für das Alter oder die Zeit einer verminderten Erwerbsfähigkeit bestimmt sind und als Ersatz für das bisherige Erwerbseinkommen dienen sollen. Dagegen unterfällt eine auch als Vermögensanlage bestimmte Lebensversicherung, aus der Rentenleistungen zu einem erheblichen Teil auch schon während des aktiven Erwerbslebens gezahlt werden, i.d.R. dem güterrechtlichen Ausgleich.

Kategorie: Kapitalmarkt- und Bankrecht, XII. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 14.03.2007
XII ZB 148/03

BGB § 1836 Abs. 3, § 1915 Abs. 1; FGG § 67 a Abs. 4 - Wird der Mitarbeiter eines Vereins in dieser Eigenschaft zum Pfleger bestellt, so steht dem Verein für die Tätigkeit seines Mitarbeiters ein Vergütungsanspruch in analoger Anwendung des § 67a Abs. 4 FGG zu.

Kategorie: Kapitalmarkt- und Bankrecht, XII. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 14.03.2007
VIII ZR 68/06

BGB § 535; UStG § 1 Abs. 1 Nr. 1 - Es wird daran festgehalten, dass Schadensersatzleistungen, die der Leasingnehmer nach einer von ihm schuldhaft veranlassten außerordentlichen Kündigung des Leasingvertrages zu erbringen hat, ohne Umsatzsteuer zu berechnen sind, weil ihnen eine steuerbare Leistung (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG) nicht gegenübersteht und der Leasinggeber deshalb Umsatzsteuer auf sie nicht zu entrichten hat (Senatsurteil vom 11. Februar 1987 - VIII ZR 27/86, WM 1987, 562 = NJW 1987, 1690).

Kategorie: AGB-, Vertrags- und Haftungsrecht, VIII. Zivilsenat, BGHfree

Urteil v. 14.03.2007
IV ZR 102/03

VVG §§ 6, 61 - 1. Hat der Versicherungsnehmer die eigenverantwortliche Wahrnehmung der Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag einem Dritten übertragen, ist dieser insoweit sein Repräsentant.

Kategorie: AGB-, Vertrags- und Haftungsrecht, IV. Zivilsenat, BGHfree

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