AktuellWirtschaftsrecht aktuellArchiv  

Archiv Wirtschaftsrecht aktuell - April 2010

16.04.2010
BGH, Urteil vom 1. Februar 2010 - II ZR 209/08

1. Leitsatz des Gerichts:

Eine Zurückverweisung an das Erstgericht gemäß § 538 Abs. 2 Nr. 1 ZPO kommt nur dann in Betracht, wenn das erstinstanzliche Verfahren an einem so wesentlichen Mangel leidet, dass es keine Grundlage für eine die Instanz beendende Entscheidung sein kann. Ob ein wesentlicher Verfahrensfehler vorliegt, ist allein aufgrund des materiell-rechtlichen Standpunkts des Erstgerichts zu beurteilen, auch wenn das Berufungsgericht ihn für verfehlt erachtet.

Kategorie: BGH, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, II. Zivilsenat, WirtschaftsrechtAktuell

16.04.2010
BGH, Beschluss vom 4. März 2010 - V ZB 130/09

Leitsatz des Gerichts:

Auch der Zustandsstörer kann zur Beseitigung einer Störung (und nicht bloß zur Duldung der Störungsbeseitigung) verpflichtet sein.

Kategorie: BGH, Bau- und Immobilienrecht, V. Zivilsenat, WirtschaftsrechtAktuell

16.04.2010
BGH, Beschluss vom 16. März 2010 - VI ZB 46/09

Leitsatz des Gerichts:

Ein Prozessbevollmächtigter darf mit der Bewilligung einer erstmals beantragten Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist rechnen, wenn er zur Begründung des Verlängerungsantrags darauf verweist, eine ausreichende Rücksprache mit dem Mandanten und die notwendige Beschaffung von Unterlagen hätten innerhalb der Berufungsbegründungsfrist nicht erfolgen können. In der Regel reicht die pauschale Berufung auf einen dieser Gründe in der Antragsschrift aus; eine weitere Substantiierung oder Glaubhaftmachung ist nicht erforderlich.

Kategorie: BGH, Verfahrens- und Vollstreckungsrecht, VI. Zivilsenat, WirtschaftsrechtAktuell

16.04.2010
EuGH, Urteil vom 15. April 2010 - Rs C‑215/08

Leitsätze des Gerichts:

1. Die Richtlinie 85/577/EWG des Rates vom 20. Dezember 1985 betreffend den Verbraucherschutz im Falle von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ist auf einen unter Umständen wie denen des Ausgangsverfahrens geschlossenen Vertrag anwendbar, der den Beitritt eines Verbrauchers zu einem geschlossenen Immobilienfonds in Form einer Personengesellschaft betrifft, wenn der Zweck eines solchen Beitritts vorrangig nicht darin besteht, Mitglied dieser Gesellschaft zu werden, sondern Kapital anzulegen.

2. Art. 5 Abs. 2 der Richtlinie 85/577 steht unter Umständen wie denen des Ausgangsverfahrens einer nationalen Regel nicht entgegen, die besagt, dass im Falle des Widerrufs eines in einer Haustürsituation erklärten Beitritts zu einem geschlossenen Immobilienfonds in Form einer Personengesellschaft der Verbraucher gegen diese Gesellschaft einen Anspruch auf sein Auseinandersetzungsguthaben geltend machen kann, der nach dem Wert seines Anteils im...

Kategorie: EuGH, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, WirtschaftsrechtAktuell, Insolvenz- und Sanierungsrecht

15.04.2010
BGH, Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 158/07

1. Leitsatz des Gerichts:

Bei einem gegen den Insolvenzschuldner gerichteten gesetzlichen Unterlassungsanspruch wegen Verletzung eines gewerblichen Schutzrechts des Klägers oder wegen eines Wettbewerbsverstoßes handelt es sich um einen Passivprozess i.S. des § 86 InsO (Aufgabe von BGH, Urt. v. 21.10.1965 - Ia ZR 144/63, GRUR 1966, 218 - Dia-Rähmchen III). Der durch Insolvenzeröffnung unterbrochene Rechtsstreit ist in analoger Anwendung des § 86 Abs. 1 Nr. 3 InsO aufzunehmen.

Kategorie: BGH, Bank- und Kreditsicherungsrecht, Insolvenz- und Sanierungsrecht, I. Zivilsenat, WirtschaftsrechtAktuell

15.04.2010
BMF: Steuerbegünstigte Zwecke (§ 10b EStG)

Anwendung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 27. Januar 2009 in der Rechtssache C-318/07 „Persche“

Kategorie: WirtschaftsrechtAktuell

14.04.2010
BGH, Urteil vom 11. März 2010 - IX ZR 34/09

Leitsatz des Gerichts:

Im Falle der freihändigen Verwertung eines Erbbaurechts erwirbt der Grundstückseigentümer

wegen dinglicher Erbbauzinsen und Grundsteuern kein Absonderungsrecht an dem Erlös, wenn die Belastungen nach der Veräußerung fortbestehen.

Kategorie: BGH, WirtschaftsrechtAktuell

12.04.2010
BGH, Urteil vom 11. März 2010 - IX ZR 104/09

Leitsatz des Gerichts:

Zum Begriff der Rechtshandlung bei der Gläubigeranfechtung (Anschluss an BGH ZIP 2008, 2272).

Kategorie: BGH, Insolvenz- und Sanierungsrecht, IX. Zivilsenat, WirtschaftsrechtAktuell

07.04.2010
BGH, Beschluss vom 2. März 2010 - II ZR 62/06

Leitsatz des Gerichts:

Die Erhöhung der Wertgrenze für die Anwaltsgebühren auf 100 Mio. € nach § 22 Abs. 2 Satz 2 RVG setzt voraus, dass die dort als "in derselben Angelegenheit" für die mehreren Auftraggeber bezeichnete anwaltliche Tätigkeit verschiedene Gegenstände betrifft.

Kategorie: BGH, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, II. Zivilsenat, WirtschaftsrechtAktuell

Treffer 21 bis 29 von 29

< Vorherige

1

2

3