75. Geburtstag des ehemaligen Richters des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Udo Steiner

16.09.2014

Der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Udo Steiner feiert am morgigen 16. September 2014 seinen 75. Geburtstag.

Prof. Dr. Udo Steiner studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Erlangen, Köln und Saarbrücken. Nach den juristischen Staatsexamina und seiner Promotion war er wissenschaftli-cher Assistent am Institut für Kirchenrecht und öffentliches Recht der Universität Erlangen-Nürnberg. Im Jahr 1972 habilitierte er sich dort mit einer Arbeit zum Thema „Öffentliche Ver-waltung durch Private“ und übernahm anschließend eine Lehrstuhlvertretung an der juristischen Fakultät der Universität Göttingen. 1973 folgte Prof. Dr. Udo Steiner einem Ruf an die Universi-tät Bielefeld; dort war er von 1976 bis 1978 zunächst Dekan und anschließend Prodekan der juris-tischen Fakultät. Von 1976 bis 1979 war er zudem im Nebenamt als Richter am Oberverwal-tungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen tätig. Im Jahr 1979 nahm Prof. Dr. Udo Steiner einen Ruf an die Universität Regensburg an. Dort hatte er den Lehrstuhl für Deutsches und Baye-risches Staats- und Verwaltungsrecht sowie Verwaltungslehre inne und war von 1988 bis 1990 zudem Dekan der juristischen Fakultät.

Vom 13. Oktober 1995 bis zum 1. Oktober 2007 gehörte Prof. Dr. Udo Steiner dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts an. Sein Dezernat umfasste insbesondere das Sozialrecht. Als Be-richterstatter wirkte er an zahlreichen wegweisenden Urteilen und Beschlüssen des Bundesverfas-sungsgerichts mit. Zu den bekanntesten zählen etwa die Entscheidungen zur rentenrechtlichen Bewertung von Kindererziehungszeiten (BVerfGE 94, 241), zur Gewährung von „BAföG“ als Volldarlehen (BVerfGE 96, 330), zur Überleitung der „Ostrenten“ nach der Wiedervereinigung (BVerfG 100, 1 u. a.), zur Sozialhilfe für Spätaussiedler (BVerfGE 110, 177) und zur Berücksich-tigung von Ausländern beim Erziehungsgeld (BVerfGE 111, 176).

Im Jahr 2008 übernahm Prof. Dr. Udo Steiner die Funktion eines Ombudsmannes bei der Deut-schen Bahn AG. Darüber hinaus führt er seit 2008 den Vorsitz der Anti-Dopingkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zudem ist er seit 2008 Vorsitzender des Ständigen Schiedsgerichts der deutschen Fußball-Bundesligen und engagiert sich als Mitglied des Deut-schen Sportschiedsgerichts.

Der Jubilar lebt heute in Regensburg.

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