AndresPartner: Amtsgericht Paderborn bestellt Martin Schmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter der GEPADE Polstermöbel GmbH

21.10.2015

Rechtsanwalt und Steuerberater Martin Schmidt verschafft sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Gesamtsituation des Unternehmens

Auf Grundlage seiner Analysen wird er die Fortführungsoptionen für GEPADE prüfen

Die Beschäftigten erhalten Insolvenzgeld bis einschließlich Ende November 2015, die Vorfinanzierung wird derzeit geprüft

Delbrück, 20. Oktober 2015. Das Amtsgericht Paderborn hat Rechtsanwalt und Steuerberater Martin Schmidt von der Kanzlei AndresPartner gestern zum vorläufigen Insolvenzverwalter der GEPADE Polstermöbel GmbH aus Delbrück bestellt.

Schmidt, der Anfang 2014 bereits den Geschäftsbetrieb der insolventen Vorgängergesellschaft der heutigen GEPADE Polstermöbel GmbH durch eine übertragende Sanierung gesichert hatte, ist nun mit Hochdruck dabei, sich vor Ort einen Überblick über die Lage zu verschaffen. „Die jetzige Insolvenzsituation von GEPADE erstaunt insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich das Unternehmen seit 2014 auf einem guten Weg befand und die Prevent-Gruppe die Gesellschaft gerade im August 2015 übernommen hatte“, sagt Rechtsanwalt Schmidt.

Nach bisherigen Informationen war der Insolvenzantrag erforderlich, da notwendige liquide Mittel nicht wie angekündigt zur Verfügung gestellt wurden, um unter anderem die fälligen Septembergehälter der 135 Arbeitnehmer zu bezahlen. „Es ist für mich nur schwer nachvollziehbar, warum der neue Gesellschafter anstelle der angekündigten finanziellen Mittel für die Fortentwicklung des Unternehmens versucht hat, zuletzt eine Vielzahl von wichtigen Mitarbeitern bei GEPADE freizustellen und die in Delbrück ansässige Polsterei, als eine der Kernkompetenzen von GEPADE, zu schließen. Das hat den Fortbestand des Unternehmens akut gefährdet“, so Schmidt nach einer ersten Analyse.

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat bereits Gespräche mit den Beteiligten aufgenommen und wird die Fortführungsoptionen für das Unternehmen prüfen. Der Geschäftsbetrieb in Delbrück läuft weiter.

Für die Beschäftigten des Unternehmens wird Schmidt die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes beantragen, um auf diesem Wege die Löhne und Gehälter der Beschäftigten bis Ende November 2015 zu sichern. Die Arbeitnehmer wurden heute bereits über das weitere Vorgehen im Rahmen einer Betriebsversammlung von Schmidt informiert.

Hintergrund:

Die GEPADE Polstermöbel Pamme GmbH & Co. KG war Ende 2013 zum ersten Mal in die Insolvenz geraten. Schmidt hatte seinerzeit alle wesentlichen Vermögenswerte der Gesellschaft nach 4-monatiger Fortführung im eröffneten Verfahren an den auf Restrukturierungssituationen spezialisierten Investor Solvesta veräußert, der das Unternehmen unter dem Namen GEPADE Polstermöbel GmbH in den vergangenen rund eineinhalb Jahren führte. Neuer Eigentümer der Gesellschaft ist die zur Prevent-Gruppe gehörige Prevent Interior, die die Geschäftsanteile des Unternehmens von der Solvesta Möbelbeteiligungs GmbH im August 2015 übernommen hat. Die Prevent Group ist eine internationale Industrieholding mit Sitz in Sarajevo und Wolfsburg.

Weitere Informationen:

GEPADE hat sich insbesondere auf die Herstellung von Polstermöbeln des gehobenen Preissegments spezialisiert. Am Stammsitz in Delbrück beschäftigt das Unternehmen derzeit rund 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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