Ashurst berät bei der Schienenfinanzierung „Netz Elbe Spree Los 1“

09.12.2019

Frankfurt, 6. Dezember 2019 --- Ashurst hat ein Konsortium bestehend aus der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank (CACIB) und der Allianz Global Investors GmbH (Allianz GI), handelnd für verschiedene Investoren, bei der Finanzierung von neuen Schienenfahrzeugen für den Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs in dem Netz Elbe Spree Los 1 (Netz Elbe Spree Los 1) durch die ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG), eine Gesellschaft der NETINERA-Gruppe, beraten.

CACIB und die Allianz GI Investoren stellen zusammen mit der Europäische Investitionsbank (EIB), die im Rahmen der Finanzierung durch GleissLutz beraten wurde, die Finanzierungsmittel für den Erwerb von insgesamt 21 Elektrotriebwagen des Herstellers Siemens Mobility GmbH zur Verfügung. Die fabrikneuen sechsteiligen Elektrotriebwagen vom Typ Desiro HC im Anschaffungswert von über 300 Millionen Euro werden von der ODEG im Wege einer Leasingkonstruktion mit der Deutschen Anlagenleasing für den Betrieb des Regionalverkehrs in dem Netz Elbe Spree Los 1 eingesetzt. Die ODEG hatte am 22. Januar 2019 den Zuschlag für den Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs in dem Netz Elbe Spree Los 1 und 4 erhalten. Der dem Zuschlag zugrunde liegende Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2034 mit einer geplanten Betriebsaufnahme im Dezember 2022.

Die Finanzierung für das Netz Elbe Spree Los 1 ist die erste Finanzierung im deutschen Schienenpersonennahverkehr (SPNV), bei der eine Bauzeit- und Langzeitfinanzierung durch ein Konsortium bestehend aus einer Bank, institutionellen Investoren und der EIB dargestellt wurde. Die Finanzierung durch die EIB erfolgt in Form eines Darlehens, das sowohl die Bau- als auch die Langzeitfinanzierung erfasst. Die Bauzeitfinanzierung der CACIB erfolgt in Form eines Schuldscheindarlehens, welches in der Langzeitfinanzierung durch Namensschuldverschreibungen von Allianz GI Investoren abgelöst wird. Beide Finanzierungen sind auf der Dokumentationsebene in einer Rahmenvereinbarung zusammengefasst. Ashurst beriet das Konsortium der CACIB und Allianz GI Investoren umfassend zum Bankrecht, Kapitalmarktrecht, Versicherungsaufsichtsrecht, Steuerrecht sowie außerdem das Gesamtkonsortium bestehend aus CACIB, Allianz GI und EIB zum Transportrecht/öffentlichen Recht.

Ashursts deutsche Project-Finance-Praxis berät im Bereich der Asset-Finance-Transaktionen regelmäßig im Rahmen von SPNV-Finanzierungen. So hat Ashurst zuletzt bei der Schienenfahrzeugfinanzierung für die Augsburger Netze Los 1 (Finanzierungsmittel für den Erwerb von insgesamt 56 neuen elektrischen Triebzügen des Herstellers Siemens Mobility GmbH durch ein Bankenkonsortium) und Augsburger Netze Los 2 (Finanzierungsmittel für den Erwerb von insgesamt 41 neuen Dieseltriebwagen des Herstellers Alstom Transport Deutschland GmbH durch ein Konsortium aus einer Bank und institutionellen Investoren) beraten. Ferner war man unter anderem bei der strukturierten Finanzierung von Dieseltriebfahrzeugen durch institutionelle Investoren für das Dieselnetz Sachsen-Anhalt sowie für das Dieselnetz Ulm mittels Namensschuldverschreibung beratend tätig.

Das Ashurst-Team wurde von Finance-Partner Derk Opitz geleitet. Er wurde unterstützt von Partner Dr. Tobias Krug, Senior Associate Alexandra Heitmann, den Associates Dr. Jan Ulrich Heinemann, Julia Schanz, Patrick Rauch und Nils Boie-Wegener (alle Project Finance, Frankfurt) sowie Paralegal Ariana Fazlic (Project Finance, München). Zum Verkehrsvertrag und den fahrzeugbezogenen Verträgen beriet Counsel Holger Mlynek (Transport, Frankfurt).

Die EIB wurde von Gleiss Lutz (Dr. Eva Reudelhuber) sowie ihrem Inhouse-Team (Nicole Guski, Daniel Krauss), die DAL von Freshfields Bruckhaus Deringer (Dr. Konrad Schott, Dr. Alper Utlu) und ODEG/NETINERA von Addleshaw Goddard (Eckart Budelmann, Dr. Hubertus Schröder) sowie ihrem Inhouse-Team (Dr. Heiko Piesbergen, Alban Kuen) beraten. Dr. Alexander Haines (Faust Gerber Haines Rechtsanwälte Notare / Notare am Grüneburgpark) hat als Notar agiert.

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