BRINKMANN & PARTNER: TEXTILWERKE GLAUCHAU KÖNNEN WEITER PRODUZIEREN

10.12.2010

- VORLÄUFIGER INSOLVENZVERWALTER DR. JAN MARKUS PLATHNER SICHERT MIT EIGENEN MITTELN BELIEFERUNG MIT STROM

- AUFTRÄGE WERDEN OHNE EINSCHRÄNKUNGEN ABGEARBEITET, RUND 20 MITARBEITER KÖNNEN WEITER BESCHÄFTIGT WERDEN

Glauchau/Frankfurt am Main, 09. Dezember 2010. Die Textilwerke Glauchau können weiter produzieren. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner stellte selbst die notwendige Sicherheit in Höhe von 25.000 Euro, damit die Stromversorgung wieder dauerhaft gesichert ist. „Das war die letzte Hürde, die der Fortführung des Betriebs im Wege stand. Jetzt können die Textilwerke die vorhandenen Aufträge wie vereinbart abarbeiten und damit können wir rund 20 Mitarbeiter weiter beschäftigen“, teilte Dr. Plathner heute mit. Die Stromversorgung des seit 15. November insolventen Unternehmens war in der vergangenen Woche vom Energieversorger kurzzeitig wegen nicht bezahlter Rechnungen unterbrochen worden. Durch eine gemeinsame Demarche von Mitarbeitern, Management, Insolvenzverwaltung und der Politik vor Ort konnte jedoch innerhalb von 24 Stunden die Wiederherstellung der Versorgung bewirkt werden. Ein längerer Stillstand hätte wahrscheinlich das Aus für das angeschlagene Unternehmen bedeutet.

Nach erneuten Verhandlungen konnte nun mit dem Stromversorger eine Einigung über die weitere dauerhafte Versorgung erzielt werden - auch wenn Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner dabei zu einem unorthodoxen Mittel greifen musste. „Ich stelle selbst die vom Versorger geforderte Sicherheit von 25.000 Euro. Das ist zwar unüblich, war aber in der konkreten Situation der schnellste Weg, um den Betrieb wieder ins Laufen zu bekommen“, betont Plathner. „Nur so erhalten wir uns die Chance, einen Investor für die Textilwerke Glauchau zu finden, um den Standort dauerhaft zu sichern.“

Gespräche mit Interessenten in einem frühen Stadium

So konnte auch einer der Hauptkunden überzeugt werden, bestehende Aufträge bei den Textilwerken zu belassen und gegebenenfalls weitere zu platzieren. Es haben auch bereits erste Gespräche mit Interessenten hinsichtlich einer Übernahme des Betriebes stattgefunden. Die Gespräche befinden sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium.

Ähnlich wie bei der Schwestergesellschaft im fränkischen Mainleus, der Kulmbacher Spinnerei, wurde auch in Glauchau die erste Phase der Restrukturierung bereits abgeschlossen. Da der Insolvenzgeldzeitraum für die Mitarbeiter Ende November endete, musste der Betrieb bis zum 1. Dezember so aufgestellt werden, dass er wieder unter Vollkosten arbeiten kann. Dies machte auch in Glauchau eine Anpassung der Mitarbeiterzahl an die Auftragslage notwendig. Zusammen mit den Mitarbeitern, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft wurde unter Berücksichtigung sozialer Kriterien ein Konzept erarbeitet, wie kostendeckend weiter gearbeitet werden kann. Nach einer ausführlichen Information erklärten sich so bis Dienstag vergangener Woche 12 von 46 Mitarbeitern bereit, fristlos zu kündigen.

Damit konnten sie nicht nur den Anspruch auf unverzügliche Auszahlung des Insolvenzgeldes sondern auch den nahtlos anschließenden Bezug von Leistungen der Agentur für Arbeit sichern. Die Mitarbeiter, die in Glauchau vorerst weiter beschäftigt werden, haben ebenfalls nach zweieinhalb Monaten dieser Tage wieder Lohn- und Gehaltszahlungen bekommen. Der vorläufige Insolvenzverwalter konnte für sie eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bewirken. Die Textilwerke Glauchau und ihre Schwestergesellschaften liefern Spezialgarne für die Bekleidungsindustrie und die Automobilindustrie sowie technische Spezialgarne für verschiedene industrielle Anwendungen.

Weitere Informationen:

BRINKMANN & PARTNER wurde 1980 gegründet und arbeitet heute bundesweit als Partnergesellschaft in 33 Niederlassungen mit mehr als 110 Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern (insgesamt rund 420 Mitarbeiter). Sie verbindet mit einem unternehmerischen Ansatz die Bereiche Insolvenzen, Restrukturierung und steuerliche Beratung zu einem interdisziplinären Konzept. Dadurch hat die Sozietät einen führenden Ruf bei der Restrukturierung von Unternehmen erworben und ist mit über 20 Verwaltern eine der größten deutschen Insolvenzverwalterkanzleien. Zu den bekanntesten Sanierungen von Dr. Jan Markus Plathner zählen der Maschinenbauer ROVEMA, die TrekStor GmbH & Co. KG, die Meffert-Gruppe sowie die Sportvereine SpVgg Bayreuth und SV Darmstadt 98.

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Dr. Jan Markus Plathner
Rechtsanwalt
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