Brinkmann & Partner: Zahlreiche Interessenten für ROVEMA

26.01.2010

Brinkmann & Partner

Fernwald/Butzbach, 25. Januar 2010. Für die seit November 2009 insolvente ROVEMA Verpackungsmaschinen GMBH, Fernwald, gibt es zahlreiche Interessenten. „Der Investorenprozess läuft gut. Wir rechnen damit, bis Ende Januar verbindliche Angebote auf dem Tisch zu haben. Nach aktuellem Stand werden wir den Betrieb auch danach in vollem Umfang fortführen können“, teilte der vom Amtsgericht Gießen bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner, Frankfurt am Main, heute mit. Dies hängt jedoch insbesondere davon ab, in welchem Umfang weitere Aufträge von den Kunden platziert werden. „Wir rechnen fest damit, eine Lösung für die ROVEMA Verpackungsmaschinen GmbH zu finden. In diesem Zusammenhang versuchen wir auch, eine Fortbestehenslösung für die ebenfalls insolvente Schwestergesellschaft, die HASSIA-PILTZ GmbH, Butzbach, zu erreichen.“

Unmittelbar nach dem am 10. November 2009 gestellten Insolvenzantrag konnte Plathner zusammen mit der Geschäftsführung in intensiven Gesprächen mit Kunden, Lieferanten und den betroffenen Arbeitnehmern die Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes schaffen. Der weit überwiegende Teil der Geschäftspartner der ROVEMA akzeptierte die insolvenzbedingten Änderungen der Vertragsverhältnisse. So konnten einerseits teilfertige und vorhandene Aufträge abgearbeitet, andererseits auch neue Aufträge akquiriert werden. „Selbstverständlich werden das Servicegeschäft und die Versorgung mit Ersatzteilen wie bisher in vollem Umfang weitergeführt“, betont der vorläufige Insolvenzverwalter.

Schwieriger gestaltete sich die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bei HASSIA-PILTZ. Hier waren einige Aufträge nicht kostendeckend, sodass der vorläufige Insolvenzverwalter im Interesse der Gläubiger teilweise auf die Bearbeitung verzichten oder andere Lösungen finden musste. Er ist vom Gericht beauftragt, das bei Insolvenzantragstellung vorhandene Vermögen zu sichern und zu erhalten. „Zwischenzeitlich haben wir Lösungen für die Problemfälle entwickelt und konnten die Bearbeitung der teilfertigen Aufträge kostendeckend fortsetzen. Insbesondere ist es gelungen, das Service- und Ersatzteilgeschäft zu stabilisieren, das von besonderer Bedeutung für die HASSIAPILTZ ist“, so Plathner.

Aktuell kann der Geschäftsbetrieb sowohl bei ROVEMA wie auch bei HASSIA-PILTZ fortgesetzt werden. Allerdings musste angesichts der Auftragslage für die rund 60 Mitarbeiter der HASSIAPILTZ in Butzbach ab 1. Januar 2010 Kurzarbeit angezeigt werden. „Damit können wir die ansonsten unumgänglichen Kündigungen vermeiden“, betonte Plathner.

Im Unterschied zu den rund 450 Mitarbeitern der ROVEMA in Fernwald endete der Insolvenzgeldzeitraum für die Beschäftigten der HASSIA-PILTZ in Butzbach Ende Dezember. Das bedeutet, dass das Unternehmen die Löhne und Gehälter mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ab 1. Januar 2010 wieder selbst erwirtschaften muss. Die Mitarbeiter bei ROVEMA haben noch bis Ende Januar 2010 Anspruch auf Insolvenzgeld.

Bis Ende Januar soll dann auch der Investorenprozess in der Endphase sein und eine Fortführungslösung in Aussicht stehen. „Wir haben überraschend viele erste indikative Angebote von strategischen wie von Finanzinvestoren bekommen. Diese haben wir aufgefordert, bis Ende Januar verbindliche Angebote vorzulegen. In weiteren Verhandlungsrunden wollen wir dann konkrete Fortführungskonzepte definieren, die wir den Gläubigern zur Entscheidung präsentieren können. Es ist jedenfalls unser erklärtes Ziel, bis Mitte Februar eine Lösung für die Zukunft von ROVEMA herbei zu führen“, erläutert Plathner das weitere Vorgehen.

Die ROVEMA Verpackungsmaschinen GmbH und die HASSIA-PILTZ GmbH gehören zur ROVEMA Global Packaging Group, einem weltweit führenden Hersteller von Verpackungsmaschinen mit Sitz in Atlanta (USA). Zu dieser Unternehmensgruppe zählen zehn verbundene Unternehmen in Europa und den USA. Die übrigen europäischen und amerikanischen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind derzeit nicht von der Insolvenz der deutschen Gesellschaften betroffen und setzen ihren Geschäftsbetrieb fort.

Weitere Informationen zu Brinkmann & Partner:

BRINKMANN & PARTNER wurde 1980 gegründet und arbeitet heute bundesweit als Partnergesellschaft in 33 Niederlassungen mit mehr als 110 Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern (insgesamt rund 420 Mitarbeiter). Sie verbindet mit einem unternehmerischen Ansatz die Bereiche Insolvenzen, Restrukturierung und steuerliche Beratung zu einem interdisziplinären Konzept. Dadurch hat die Sozietät einen führenden Ruf bei der Restrukturierung von Unternehmen erworben und ist mit über 20 Verwaltern eine der größten deutschen Insolvenzverwalterkanzleien. Zu den bekanntesten Sanierungen von Brinkmann & Partner zählen die TrekStor GmbH & Co. KG, das Geldtransportunternehmen Heros, die Rüsselsheimer Meffert-Gruppe sowie die Wadan- Werften.

Vorläufiger Insolvenzverwalter

Dr. Jan Markus Plathner

Rechtsanwalt

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60528 Frankfurt

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