CMS European M&A Survey 2009: Deutliche Risikoverlagerung bei M&A-Verträgen vom Käufer auf den Verkäufer

20.05.2009

CMS Hasche Sigle

Frankfurt am Main - Der CMS-Verbund, einer der führenden Anbieter von Rechts- und

Steuerberatung in Europa, hat die Ergebnisse seines CMS European M&A Survey 2009

vorgestellt. Die detaillierte Analyse von rund 500 in Europa zwischen 2007 und 2008

abgeschlossenen und von CMS-Kanzleien betreuten M&A-Verträgen zeigt nicht nur

steigendes Risikobewusstsein auf der Käuferseite. Die CMS-Studie belegt auch, dass

Käufer in Vertragsverhandlungen zunehmend durchsetzen können, diverse

Transaktionsrisiken auf den Verkäufer zu übertragen.

In dieser bislang beispiellosen Studie hat CMS aus der Analyse und Kategorisierung der

einzelnen Vertragsklauseln (sogenannter Deal Points) einzigartige Schlussfolgerungen

gezogen. Diese Studie ist die erste ihrer Art für den europäischen Kontinent und gibt einen

Überblick über die Trends der Vertragsgestaltung auf dem M&A-Markt - vor und während

der Finanzmarktkrise. Sie hat damit großen praktischen Nutzen für die Unternehmen.

Die CMS-Forschungsergebnisse sind repräsentativ, da CMS auf dem europäischen Markt

an der Spitze der M&A-Kanzleien steht - gerade in Bezug auf die Anzahl der

Transaktionen. CMS hat Zugriff auf eine unvergleichliche Vielzahl an M&A-Verträgen

über die Grenzen der nationalen Rechtsverfassungen hinweg.

CMS hat diese europaweite Studie in Angriff genommen, nachdem CMS Hasche Sigle als

erste Sozietät in Deutschland von Anfang 2007 bis Mitte 2008 alle von ihr betreuten

M&A-Verträge systematisch untersucht hatte. Die im Herbst 2008 veröffentlichten

Studienergebnisse für den deutschen Markt waren auf intensives Interesse in den deutschen

Vorstandsetagen getroffen. Als Spiritus rector der nationalen Studie und Leiter der

international gesellschaftsrechtlich tätigen CMS Corporate Practice Group führte Dr.

Thomas Meyding, Partner bei CMS Hasche Sigle, auch den erstmalig europaweiten CMS

M&A Survey an.

"Wie erwartet, wirkt sich der Wirtschaftsabschwung deutlich auf die Vertragsbedingungen

von M&A-Transaktionen in Europa aus", kommentiert Meyding. "Wir erleben deshalb

nicht nur rückläufige Bewertungen und Preise, sondern sehen in den Kaufverträgen auch

eine zunehmende Verlagerung des Risikos vom Käufer auf den Verkäufer."

Für diese Studie hat ein grenzübergreifend hochkarätig besetztes CMS-Team sämtliche

relevanten Vertragsklauseln von gesamt 494 untersuchten Transaktionen ausgewertet und

kategorisiert. Es ergeben sich dadurch vor allem für Mandanten wertvolle Erkenntnisse

über die M&A-Situation in ganz Europa.

Kernergebnisse des CMS European M&A Survey 2009:

· Earn-outs (Transaktionen, bei denen der endgültige Kaufpreis von der künftigen

Entwicklung des Zielunternehmens abhängt) wurden als Preisanpassungs-

Mechanismus zunehmend eingesetzt und kamen im zweiten Halbjahr 2008 fast

doppelt so oft vor wie im ersten.

· Auch der Einsatz von MAC-Klauseln (die die Vertragsannullierung bei Eintreten

eines Ereignisses mit wesentlichen negativen Auswirkungen ermöglichen) hat sich

von der ersten bis zur zweiten Jahreshälfte 2008 nahezu verdoppelt.

· Die Höhe der Haftungsbegrenzungen für Verkäufer ist 2007 und 2008 gestiegen.

· Im Verlauf des Untersuchungszeitraums wurden längere allgemeine

Garantielaufzeiten und verstärkt Eigenkapitalgarantien vereinbart.

"Diese Entwicklungen lassen klar auf einen Wechsel von einem Verkäufer- zu einem

Käufermarkt schließen", sagt Meyding. "Die Detailergebnisse unserer Studie sind sowohl

für Käufer als auch für die Verkäufer bei Verhandlungen von M&A-Transaktionen in der

gegenwärtigen Wirtschaftssituation ausgesprochen wertvoll. Unseren Daten zufolge ist zu

erwarten, dass das Risikobewusstsein von Käufern im Verlauf dieses Jahres noch weiter

zunehmen wird."

Ein Vergleich der Studienergebnisse auf regionaler Ebene zeigt unter anderem

folgende Trends in den Regionen Europas:

· Mechanismen zur Kaufpreisanpassung treten am häufigsten in Großbritannien auf.

· Treuhandkonten oder vergleichbare Instrumente sind im deutschsprachigen Raum

weniger verbreitet als in anderen europäischen Ländern - besonders häufig

kommen sie in Frankreich zur Anwendung.

· Streitigkeiten werden in Mittel- und Osteuropa überwiegend per Schiedsverfahren

gelöst.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Studie ein Vergleich zwischen Europa und

Nordamerika (USA, Kanada) angestellt, der deutliche kulturelle und regulatorische

Unterschiede erkennen lässt. So sind etwa MAC-Klauseln in den USA weitaus weiter

verbreitet als in Europa.

Kontakt:

Dr. Thomas Meyding

Tel.: +49 711 9764 - 388

E-Mail: Thomas.Meyding@cms-hs.com

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Weitere Informationen zu CMS Hasche Sigle finden Sie unter www.cms-hs.com, zu CMS unter www.cmslegal.com.

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