Dr. Ringstmeier & Kollegen: Insolvenzgeld für tedrive-Mitarbeiter gesichert

23.12.2008

Dr. Ringstmeier & Kollegen

• Unternehmen so stabilisiert, dass Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann

• Vorläufiger Insolvenzverwalter prüft Sanierungsszenarien

• Kunden unterstützen tedrive trotz Krise im Automobilbau

• Keine Landesbürgschaft beantragt oder erhalten

Düren / Wülfrath, 21. Dezember 2008 - Die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die rund 1.500

Beschäftigten der deutschen tedrive-Werke ist gesichert. Mit diesem positiven Ergebnis konnten die

Gespräche am Freitag (19. Dezember) mit der Bundesagentur für Arbeit beendet werden. „Die

Mitarbeiter werden bis Ende Februar 2009 über Kurzarbeitergeld oder Insolvenzgeld bezahlt“, sagt

der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier. „Dies ist eine wesentliche

Voraussetzung, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und fortzuführen.“

In den vergangenen Tagen hat Ringstmeier bereits mit den beteiligten Mitarbeitern, Gremien,

Kunden, Lieferanten und Banken Gespräche geführt: „Die ersten Gespräche sind positiv verlaufen,

da alle Beteiligten ein Interesse daran haben, tedrive zu sanieren und nachhaltig im Markt zu

etablieren“, so Ringstmeier. Trotz der Krise im Automobilbau unterstützen einzelne Kunden tedrive

so, dass das Unternehmen weiter produzieren werde.

Ziel sei es, die Betriebe in Düren und Wülfrath zu erhalten und dabei möglichst viele Arbeitsplätze

zu sichern. „tedrive hat Produkte, die die Automobilhersteller benötigen. Deshalb ist die

Auftragslage gut. Nach dem ersten Eindruck bin ich zuversichtlich, dass die Sanierung gelingen

kann“, ist Ringstmeier überzeugt. „Wir werden in den nächsten Tagen verschiedene

Sanierungsszenarien prüfen, darunter auch die Vorschläge der Gesellschafter zu einer Sanierung

durch Insolvenzplan.“

„tedrive hatte vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zwar einen Antrag auf eine

Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zur Sicherung von Investitionen vorbereitet. In der

jetzigen Phase des vorläufigen Insolvenzverfahrens ist ein solcher Antrag aber schon rein rechtlich

nicht möglich. tedrive kann deshalb auch keine Landesbürgschaft beantragen“, äußert sich

Ringstmeier zu Medienberichten dieses Wochenendes. Nach Abschluss der Sanierung sei es unter

Umständen möglich, eine Landesbürgschaft zu beantragen. Dies sei abhängig von der Art der

Sanierung. „Selbstverständlich werden wir dann prüfen, ob eine Bürgschaft in Frage kommt“, so

Ringstmeier.

Als zuständiges Insolvenzgericht hatte das Amtsgericht Aachen den als sanierungsfreundlich

bekannten Rechtsanwalt Dr. Andreas Ringstmeier zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt,

nachdem die Geschäftsführer der tedrive Germany GmbH, Düren, und der tedrive Steering GmbH,

Wülfrath, am 9. Dezember 2008 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen

Zahlungsunfähigkeit gestellt hatten. Grund für den Insolvenzantrag sei ein dramatischer

Umsatzrückgang aufgrund der aktuellen Automobilkrise.

Der Geschäftsbetrieb wird an beiden Standorten fortgeführt; am Standort Düren herrscht vom 15.

Dezember 2008 bis einschließlich 4. Januar 2009 die bereits Mitte November 2008 beschlossene

Betriebsruhe. In Wülfrath herrscht keine generelle Betriebsruhe.

Über die tedrive Gruppe

tedrive ist wegen seines fokussierten Produktportfolios auf den Weltmärkten ein etablierter Lieferant

und anerkanntes Mitglied des Wertschöpfungssystems der Automobilbranche. In den

Kompetenzfeldern Antriebswellen, Differenziale und Lenksysteme setzt tedrive technologische

Standards. Zu den Kunden von tedrive zählen weltweit erste Adressen des Automobilbaus.

tedrive erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 2.600 Mitarbeitern an fünf Standorten

einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro. Die tedrive Germany GmbH in Düren fertigt

Antriebswellen und Differenziale.

Die tedrive Steering GmbH in Wülfrath produziert Lenksysteme. In Deutschland hat die Gruppe

etwa 1.500 Beschäftigte, davon in Düren etwa 850 und in Wülfrath 650.

Das Unternehmen verfügt über weitere Fabrikationsstätten in Polen und Brasilien, die derzeit nicht

von dem in Deutschland beantragten Insolvenzverfahren betroffen sind. Der Verwaltungssitz der

tedrive Gruppe befindet sich in Heerlen, Niederlande.

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Alexander Lennemann

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