Eisenguss Hasloch Smart Foundry GmbH entwickelt sich im Rahmen einer Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren weiter fort

03.02.2020

Hasloch/Wertheim. Die Eisenguss Hasloch Smart Foundry GmbH hat beim Amtsgericht Würzburg am 28. Januar 2020 einen Antrag auf Eröffnung eines. Eigenverwaltungsverfahrens gestellt.

Das Unternehmen betreibt eine der modernsten Eisengießereien Deutschlands und hat – wie die gesamte Metall-/Gießerei-Industrie – aktuell mit sinkender Nachfrage seiner Kunden zu kämpfen.

Mit dem Antrag will das Unternehmen die Chance nutzen, sich nachhaltig im Wege eines Insolvenzplanverfahrens zu sanieren. Die Sanierung wird von Herrn Rechtsanwalt Dr. Sebastian Braun, Fachanwalt für Insolvenzrecht und Partner der Kanzlei Reinhart Kober Großkinsky Braun als externem Sanierungsexperten unterstützt. Er wird das Sanierungsverfahren und die Geschäftsleitung im Interesse der Gläubiger konstruktiv begleiten. Beim Eigenverwaltungsverfahren bleibt die Geschäftsführung im Amt und ist weiterhin uneingeschränkt handlungs- und weisungsbefugt. Als Sachwalter ist Rechtsanwalt Tobias Rußwurm vom Gericht eingesetzt worden.

Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, die EGH über eine kurze Durststrecke zu bringen, bis die bereits vor einiger Zeit umgesetzten Maßnahmen greifen.

Der allgemeine Einbruch der Industrieproduktion – insbesondere in dem für das Unternehmen wichtigen Kundenstamm der Maschinenbauer – ist zwar nicht spurlos an der Gesellschaft vorbeigegangen. Jedoch entwickelt sich das Unternehmen entgegen des Branchentrends positiv. So hat es seit Ende 2019 einen stabilen Verlauf im Auftragseingang gegeben und die hohen Verluste der Vorjahre konnten durch die zahlreiche Maßnahmen deutlich reduziert werden. Die EGH hat somit bereits erfolgreich einen weiten Weg zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklung zurückgelegt, bei dem noch die letzten Meter fehlen – diese werden nun in der Eigenverwaltung gegangen.

Der Geschäftsbetrieb der EGH läuft weiter. Die Kunden werden aktuell über das Eigenverwaltungsverfahren informiert worden und zeigen sich gegenüber dem Unternehmen loyal. Alle Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Der Sanierung in der Eigenverwaltung liegt ein gut vorbereitetes, klares Konzept zugrunde und die Geschäftsführung ist fest davon überzeugt, dass die EGH gestärkt daraus hervorgehen wird. Auch der Gesellschafter steht hinter der Sanierung. Ebenfalls wird das Unternehmen weiterhin vom KurtzErsa Konzern, dem vorherigen Eigentümer – unterstützt. Die Geschäftsführung ist im Übrigen bereits in Gesprächen mit der IG Metall und wesentlichen anderen Stakeholdern.

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