Graf von Westphalen verabschiedet Dr. Jürgen Gündisch und Dr. Horst Heemann: Empfang im Museum für Kunst und Gewerbe mit Vortrag von Generalbundesanwäl-tin Professor Monika Harms

31.01.2008

Graf von Westphalen

Anlässlich der Verabschiedung der Partner Dr. Jürgen Gündisch und Dr. Horst Heemann lud die Anwaltssozietät Graf von Westphalen am 29. Januar 2008 zum Empfang in den Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe. Dr. Ronald Steiling, Vorsitzender des Partnerrates der Sozietät, begrüßte über 150 geladene Gäste und überbrachte herzliche Grüße von Horst Heemann, der leider erkrankt war. Er beschrieb Gündisch als einen Mann des Wortes und der Sprache, der den fachlichen Diskurs liebt, Heemann hingegen als Mann der Taktik. Gemeinsam sei beiden, dass sie intensiv gearbeitet haben ohne dabei verbissen zu sein, für die Sozietät viel bewegt haben, wobei nicht materielle Werte im Vor-dergrund standen, sondern die Liebe zum Beruf.

Justizsenator Carsten-Ludwig Lüdemann bezeichnete in seinem Grußwort die Sozietät Graf von Westphalen als wahres Aushängeschild für den Anwaltsstandort Hamburg. Mit ihrer Historie und dem Leitgedanken „Der Mensch steht im Mittelpunkt“ sei die Kanzlei im stark umkämpften Anwaltsmarkt auf dem richtigen Weg.

Generalbundesanwältin Professor Monika Harms, die Anfang der 70er Jahre im Referen-dariat von Dr. Jürgen Gündisch ausgebildet wurde, ist diese Zeit noch gut in Erinnerung. Sie bearbeitete damals unter anderem Fälle aus dem Lebensmittelrecht und Europarecht und erinnert sich als Highlight an eine Fahrt zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Sie habe die Grundlagen des gemeinschaftsrechtlichen Denkens in der Sierichstraße, dem damaligen Kanzleisitz, gelernt. In Ihrem Vortrag „Der Einfluss des europäischen Rechts auf das deutsche Strafrecht“ zeigte sie auf, wie weitreichend das Europarecht auf die nationa-len Rechtsordnungen wirkt. Die verfassungskonforme Auslegung des nationalen Rechts müsse immer im Lichte des Gemeinschaftsrechts geschehen, Europa müsse leben und auch im Strafrecht wirksam werden.

Prof. Dr. Christian Genzow, Partner im Kölner Büro der Sozietät Graf von Westphalen, er-innerte an den überörtlichen Zusammenschluss der Büros in Hamburg und Köln vor nun-mehr 18 Jahren. An diesem habe Dr. Jürgen Gündisch maßgeblich mitgewirkt und nun sei es Zeit, die Sozietät in die „Selbständigkeit“ zu entlassen.

Dr. Jürgen Gündisch dankte allen Rednern sehr herzlich. Gemeinsam im beruflichen E-thos, das sei es, was die Sozietät für ihn ausmache – und die Liebe zu seinem Beruf als Rechtsanwalt.

Dr. Jürgen Gündisch (78) war über 50 Jahre Rechtsanwalt. 1929 geboren in Dresden, auf-gewachsen in Budapest, floh er bei Kriegsende mit seiner Familie aus Ungarn. Jürgen Gündisch studierte Rechtswissenschaft in München und Tübingen, promovierte in Tübin-gen und erwarb den Master of Laws (LL.M.) an der Harvard Law School in Cambridge, USA. Im Jahr 1956 trat er in die Hamburger Anwaltssozietät Modest & Partner, heute Graf von Westphalen, ein. Er ist spezialisiert auf das Öffentliche Recht, insbesondere das Ver-fassungs- und Europarecht sowie das Lebensmittelrecht. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem die Bücher „Rechtsschutz in der Europäischen Union“ und „Rechts-setzung und Interessenvertretung in der Europäischen Union“. Von 1961 bis 1974 war Dr. Jürgen Gündisch Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für die CDU. Über 20 Jahre war er Prüfer beim Juristischen Staatsexamen, 1973 bis 1993 Mitglied des Hamburgischen Richterwahlausschusses, von 1979 bis 2005 Mitglied des Hamburgischen Verfassungsge-richts. Zum 31. Dezember 2007 hat er zwar seine Zulassung als Rechtsanwalt aufgege-ben, nicht aber sein gesellschaftliches Engagement: Im Januar 2008 wurde er zum Mitglied der unabhängigen Diätenkommission der Hamburgischen Bürgerschaft ernannt.

Dr. Horst Heemann (65) blickt auf 35 Jahre Anwaltstätigkeit zurück. 1942 in Lauen-burg/Pommern geboren studierte er Rechtswissenschaften in Hamburg, Marburg und Lau-sanne, promovierte in Hamburg. Seit 1972 ist er als Rechtsanwalt in der Anwaltssozietät Graf von Westphalen, damals Modest & Partner, tätig. Seine Schwerpunkte lagen in der wirtschafts- und steuerrechtlichen Beratung mittelständischer Unternehmen sowie Schiedsgerichtsbarkeit und Wirtschaftsstrafrecht. Dr. Horst Heemann hat zahlreiche Ver-fahren vor den Finanzgerichten in Deutschland sowie Schiedsgerichtsverfahren beim Wa-ren-Verein der Hamburger Börse e.V. geführt. Seit Mai 2003 ist Dr. Horst Heemann Stell-vertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Pixelpark AG. Zum 31. Dezember 2007 ist er als Partner aus der Sozietät Graf von Westphalen ausgeschieden.

 

Für weitere Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Ronald Steiling, Partner

Tel.: +49 (0)40 35922-0

E-Mail: ronald.steiling@grafvonwestphalen.com

 

Annegret König, Business Development & Kommunikation,

Tel.: +49 (0) 40 35922-205 oder +49 (0) 160 7033250

E-Mail: annegret.koenig@grafvonwestphalen.com

 

 

 

Hintergrund

Graf von Westphalen ist eine Partnerschaft aus rund 150 Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Mit Büros in Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Köln, Mün-chen sowie Alicante, Brüssel, Shanghai und Wien gehört Graf von Westphalen zu den großen un-abhängigen Kanzleien in Deutschland. Insgesamt zählt die Kanzlei rund 350 Mitarbeiter. Internatio-nal arbeitet Graf von Westphalen mit Wragge & Co, einer der Top 20-Kanzleien in Großbritannien, zusammen. Graf von Westphalen ist darüber hinaus Mitglied der State Capital Global Law Firm Group sowie dem Netzwerk Cicero. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.grafvonwestphalen.com.

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