Gravenbrucher Kreis vergibt bereits zum dritten Mal seinen Journalisten- und Wissenschaftspreis

20.11.2012

• Reportage „System Größenwahn – Mehmet Göker und die Geschäfte der Versicherer“ des Hessischen Rundfunks gewinnt Gravenbrucher Kreis Journalistenpreis 2012

• Wissenschaftspreis 2012 geht an Dr. Philipp Maximilian Reuß mit seiner Dissertation „Forum Shopping in der Insolvenz“

• Prominent besetzte Jury zeichnete ebenfalls Beiträge aus dem Handelsblatt und der Glocke sowie die Juristen Dr. Sebastian Heim und Dr. Felix Steffek aus

Düsseldorf, 19. November 2012 Die Redakteure Oliver Schmid und Christian Landrebe vom Hessischen Rundfunk haben für ihre Fernsehreportage „System Größenwahn - Mehmet Göker und die Geschäfte der Versicherer“ den Journalistenpreis 2012 des Gravenbrucher Kreises gewonnen. Der Wissenschaftspreis 2012 ging an Dr. Philipp Maximilian Reuß für seine Dissertation über die Verlagerung des Unternehmenssitzes in der Krise. Beide Preise sind mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am Freitagabend auf einer Galaveranstaltung in Gravenbruch bei Frankfurt statt.

„Text, Sprache und der bildliche Ausdruck wurden in der Reportage „System Größenwahn – Mehmet Göker und die Geschäfte der Versicherer“ zu einer beachtlichen kreativen Verknüpfung“, lobte Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) und Mitglied der diesjährigen Preisverleihungsjury in seiner Laudatio. Er gratulierte den beiden Redakteuren Oliver Schmid und Christian Landrebe vom Hessischen Rundfunk zu dieser Reportage, die ein System entlarve und Licht in kaum vorstellbare und nachvollziehbare Machenschaften der Versicherungsbranche bringe. Eindrucksvoll zeige der Film das nur auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Verhältnis zwischen Versicherungen und ihre Agenten.

Den zweiten Platz im Wettbewerb belegten die Handelsblatt-Redakteure Sönke Iwersen und Fabian Gartmann mit ihrem Beitrag „Ladenschluss – Aufstieg und Fall eines Familienunternehmens“ über die Insolvenz der Drogeriekette Schlecker. Der dritte Platz ging an Uwe Gehrmann, der als Sportredakteur der im Münsterland erscheinenden lokalen Tageszeitung Die Glocke die Insolvenz des ehemaligen Profi-Fußballvereins Rot Weiss Ahlen begleitet hat.

Insgesamt 24 journalistische Beiträge aus Hörfunk, Fernsehen, Print- und Onlinemedien hatte die Jury in diesem Jahr zu bewerten. Das Themenspektrum der eingereichten Arbeiten umfasste hierbei bundesweite wie lokale Insolvenzen von Unternehmen und Vereinen, rechtliche Aspekte, wirtschaftliche Hintergründe und persönliche Schicksale.

Beim Wissenschaftspreis erfüllten sieben Dissertationen die hoch gesteckten Teilnahmebedingungen: Mit dem Wissenschaftspreis zeichnet der Gravenbrucher Kreis herausragende Arbeiten aus den Bereichen Insolvenz, Sanierung und Restrukturierung aus, die überdurchschnittlich bewertet wurden und mit denen die Verfasser einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion in diesem Themenspektrum leisten.

Gewonnen hat Dr. Philipp Maximilian Reuß mit einer Arbeit „Forum Shopping in der Insolvenz – Missbräuchliche Dimension der Wahrnehmung unionsrechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten“.

„Reuß ist es in herausragender Weise gelungen, ein eher sprödes und überaus komplexes Thema umfassend aufzubereiten, die legitimen Interessen der an einem Insolvenzverfahren beteiligten Stakeholder darzustellen, gegeneinander abzugrenzen und zu bewerten. Zudem hat er Kriterien herausgearbeitet, die einen Missbrauch am Ende ausschließen oder zumindest erschweren“, nennt Jury-Mitglied Professor Rolf-Dieter Mönning die Gründe für die erste Wahl der Jury in seiner Laudatio.

Der zweite Platz ging an Dr. Sebastian Heim mit seiner Dissertation über die Schenkungsanfechtung bei Auszahlungen im verdeckten Schneeballsystem. Den dritten Platz belegte Dr. Felix Steffek mit seiner Arbeit über den Gläubigerschutz in der Kapitalgesellschaft – Krise und Insolvenz im englischen und deutschen Gesellschafts- und Insolvenzrecht.

Dr. Frank Kebekus, Sprecher des Gravenbrucher Kreises, war auch in diesem Jahr von der Qualität der eingereichten Arbeiten beeindruckt. „Alle Dissertationen haben an den jeweiligen Universitäten die Bestnote erzielt. Entsprechend hoch ist auch unser Anspruch bei der Auszeichnung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wir möchten Arbeiten fördern, die auf höchstem Niveau nicht nur bereits Dagewesenes aufarbeiten, sondern eigene Denkanstöße in die wissenschaftliche Diskussion einbringen.“ Für den Journalistenpreis hob er das erfreulich breite Spektrum der eingereichten Arbeiten hervor. „Die prämierten Beiträge zeichnen sich allesamt durch aufwändige Recherchen, vielseitige Perspektiven und sprachlich sauber erzählte Geschichten zum Thema Insolvenz aus“, sagt Kebekus. Insbesondere freue er sich, dass mit einer TV-Reportage, einem klassischen Beitrag zur Insolvenz eines deutschlandweit bekannten Unternehmens, erschienen in einer der renommiertesten Wirtschaftszeitungen des Landes, und einer in einer Lokalzeitung veröffentlichten Beitragsreihe zur Insolvenz eines Fußballvereins sich auch in den Gewinnerbeiträgen zahlreiche Facetten der eingereichten Arbeiten widerspiegelten.

Infos zu den Preisen

Der Journalisten- und Wissenschaftspreis des Gravenbrucher Kreises wurde nach 2008 und 2010 in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Die Jury der beiden Wettbewerbe war auch in diesem Jahr wieder prominent besetzt und dokumentiert die Bedeutung der Preisverleihung: Professor Dr. Christian Heinrich, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Insolvenzrecht der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Professor Dr. Christoph Thole, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Europäisches und Internationales Privat- und Verfahrensrecht der Eberhard Karls Universität Tübingen, Dr. Wencke Mull, Abteilungsdirektorin Special Risk Management Atradius Credit Insurance N.V., sowie der DJV-Vorsitzende und Hochschul-Dozent Michael Konken waren als externe Mitglieder vertreten.

Hinzu kamen mit den Rechtsanwälten und Insolvenzverwaltern Professor Dr. Lucas F. Flöther, Dr. Michael Jaffé und Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning drei Mitglieder aus dem Gravenbrucher Kreis.

Infos zum Gravenbrucher Kreis

Im Gravenbrucher Kreis sind seit mehr als 25 Jahren Vertreter der führenden überregional tätigen Insolvenzkanzleien Deutschlands zusammengeschlossen. Mitglieder sind Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die als Insolvenzverwalter tätig sind. Der Kreis umfasst derzeit 18 aktive und 10 passive Mitglieder, die sich durch langjährige Erfahrung, ihre Unabhängigkeit und vor allem erfolgreiche Sanierungen auszeichnen. Sprecher des Kreises ist seit dem 1. Januar 2007 der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus.

Der Kreis von damals 15 Praktikern des Insolvenzrechts wurde im Jahr 1986 vom Bundesjustizministerium eingeladen, die Reform des Insolvenzrechts kritisch und konstruktiv zu begleiten. Nach wie vor sieht sich der Gravenbrucher Kreis gefordert, als Kompetenzzentrum das Insolvenzrecht und angrenzende Rechtsgebiete aus der Perspektive der Praktiker mit fortzuentwickeln. Darüber hinaus positioniert sich der Gravenbrucher Kreis international, um die Stärken des deutschen Insolvenzrechts grenzübergreifend bekannt zu machen.

Weitere Informationen: www.gravenbrucher-kreis.de

Zu den Bildern:

· Preisverleihung Wissenschaftspreis 2012: Preisträger mit dem Sprecher des Gravenbrucher Kreises Dr. Frank Kebekus (rechts) und Dr. Jobst Wellensiek (links)

· Preisverleihung Journalistenpreis 2012: Preisträger mit DJV-Vorsitzenden Michael Konken (Mitte)

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