Hack Hoefer: Betrieb bei Chemieunternehmen WP Mannheim GmbH läuft auch nach Insolvenzantrag in vollem Umfang weiter

10.02.2011

- Tobias Hoefer zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Spezialisten für optisch aktive Verbindungen und Auftragssynthese bestellt

- Keine Einschränkungen für Kunden – Aufträge werden in der gewohnten Qualität bearbeitet und ausgeführt

- Löhne und Gehälter der rund 90 Mitarbeiter bis Ende April gesichert –

Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege geleitet

Mannheim, 9. Februar 2011 – Der Geschäftsbetrieb der WP Mannheim GmbH läuft auch nach dem Insolvenzantrag in vollem Umfang weiter. „Die Auftragslage ist gut, wir produzieren weiter“, sagt der vom Amtsgericht Mannheim bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer. „Für unsere Kunden gibt es dadurch keine Einschränkungen“, sagt Dr. Josef Götz, Geschäftsführer der WP Mannheim. „Alle Aufträge werden in der gewohnten Qualität bearbeitet und ausgeführt.“

Hoefer ist derzeit bei WP Mannheim vor Ort und prüft, wie der Spezialist für Auftragsproduktion und optisch aktive Verbindungen, die in der Pharma- und Kosmetikindustrie verwendet werden, erfolgreich saniert und dauerhaft erhalten werden kann. Er habe dazu auch schon mit Gläubigern, Kunden, Lieferanten, Betriebsrat und Mitarbeitern gesprochen, sagt der Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Gut gefüllte Auftragsbücher – erste Anfragen von potentiellen Investoren „Ich sehe gute Chancen, dass eine Sanierung gelingen kann“, sagt Hoefer. „Alle Beteiligten haben signalisiert, dass sie bei der Sanierung des Unternehmens an einem Strang ziehen wollen.“ Zur positiven Zukunftsperspektive trage auch bei, dass die Auftragsbücher gut gefüllt seien und WP Mannheim in der Branche über einen ausgezeichneten Ruf sowie eingeführte Produkte verfüge, die weltweit gefragt seien, so der vorläufige Insolvenzverwalter. „Es haben sich bereits erste Interessenten gemeldet, die WP Mannheim übernehmen wollen“, sagt Hoefer.

„Der Standort verfügt über einige Stärken“, sagt der Betriebsratsvorsitzende der WP Mannheim, Thomas Trüper. „Die Belegschaft ist motiviert, ihren Teil zur Fortführung des Unternehmens beizutragen. Selbstverständlich hoffen wir darauf, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben.“

Das seit mehr als 130 Jahren bestehende Unternehmen mit Sitz im Mannheimer Stadtteil Waldhof geht auf die 1877 gegründete „Chemische Fabrik Lindenhof C. Weyl & Cie AG“ zurück. WP Mannheim stellt unter anderem mit Hilfe von Enzymen optisch aktive Verbindungen her, die zum Beispiel in Medikamenten eingesetzt werden. In diesem Bereich, der so genannten Biokatalyse, zählt WP Mannheim zu den weltweit führenden Unternehmen.

Die Geschäftsführung des Chemieunternehmens hatte am Freitag, 4. Februar 2011, Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nach Aussage des Geschäftsführers war der Hauptgrund für den Insolvenzantrag der Ausfall einer Forderung in Millionenhöhe gegen eine ehemalige US-Tochtergesellschaft.

„Die Geschäftsführung hat rechtzeitig die Konsequenz aus der wirtschaftlichen Lage gezogen und den Insolvenzantrag frühzeitig gestellt“, sagt Hoefer. „Die rund 90 Mitarbeiter haben ihr Geld für Januar noch pünktlich erhalten.“ Die Löhne und Gehälter der Belegschaft sind bereits bis Ende April über das Insolvenzgeld abgesichert. „Wir leiten derzeit die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege, damit die Mitarbeiter ihr Geld weiterhin pünktlich erhalten“, sagt Hoefer. Die Belegschaft wurde bereits auf einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Dinge informiert.

Weitere Informationen:

Die WP Mannheim GmbH geht auf die 1877 gegründete „Chemische Fabrik Lindenhof C. Weyl & Cie AG“ zurück. Das Unternehmen mit Sitz im Mannheimer Stadtteil Waldhof ist Spezialist für optisch aktive Verbindungen, die in der Pharma- und Kosmetikbranche eingesetzt werden. Das Unternehmen erwirtschaftete mit rund 90 Mitarbeitern in 2010 einen Umsatz von 13 Mio. Euro.

Der Mannheimer Rechtsanwalt Tobias Hoefer ist ausschließlich als Insolvenzverwalter tätig. Er wird von vielen Gerichten immer wieder zum Insolvenzverwalter bestellt und konnte in zahlreichen Verfahren – zu denen auch viele kleinere und mittlere Betriebe zählen – eine Unternehmensfortführung erreichen. Seit dem 1. Januar 2011 ist Hoefer Mitglied des Gravenbrucher Kreises, in dem die führenden überregional tätigen Insolvenzverwalter Deutschlands zusammengeschlossen sind.

Zu seinen bekanntesten Verfahren und Sanierungen zählen der international tätige Felgenhersteller ATS, der Dienstleistungsspezialist ComBase, der Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik und die Automobilzulieferer AKsys, FAGRO sowie Utescheny. Außerdem konnte Hoefer den Musikinstrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth, mehrere Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe und das St. Josefs Krankhaus in Viernheim erfolgreich sanieren.

Hoefer ist Senior Partner der seit 1987 auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Hack | Hoefer Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter. Für Hack | Hoefer sind bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte tätig.

Vorläufiger Insolvenzverwalter
Tobias Hoefer
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