Hack Hoefer: Geschäftsbetrieb der Coronet-Gruppe stabilisiert

25.08.2005

Hack Hoefer Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Tochtergesellschaften arbeiten unvermindert weiter

Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter halten Unternehmen die Treue

Erste Gespräche mit potenziellen Investoren

Mannheim/Wald-Michelbach, 23. August 2005. Die einzelnen Tochtergesellschaften der seit Anfang Juli 2005 insolventen Coronet-Gruppe können vorerst unvermindert weiter arbeiten. „In intensiven Gesprächen mit den Banken, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern ist es uns gelungen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Wir haben damit Zeit und Spielraum für die Sanierung gewonnen“, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer heute mit. Es habe auch schon erste Gespräche mit potenziellen Investoren gegeben. Allerdings sei es noch zu früh, hier eine Bewertung der Erfolgsaussichten vorzunehmen. Die Coronet-Gruppe ist mit 1.100 Beschäftigten einer der größten noch verbliebenen deutschen Haushaltswarenhersteller für Handel und Industrie. Mit rund 800 Arbeitsplätzen an vier Standorten ist Coronet zudem einer der größten Arbeitgeber in der Odenwald-Region.

Einer der größten Arbeitgeber in der Odenwald-Region

Als Holding aller operativen Einheiten hatte die Coronet Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz im südhessischen Wald-Michelbach am 1. Juli Insolvenzantrag stellen müssen. Da sie gleichzeitig zentrale Funktionen für die Tochtergesellschaften ausübte, folgten ihr diese innerhalb weniger Tage in die Insolvenz. „In den ersten Tagen war es entscheidend, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter bei der Stange zu halten, um einen Zusammenbruch zu verhindern. Das ist uns geglückt. Wir produzieren wieder termingerecht“, zogen die vom Amtsgericht Darmstadt bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter Tobias Hoefer und Marc Schmidt-Thieme nun eine erste Zwischenbilanz.

Die Coronet-Gruppe produziert an sechs Standorten in Deutschland mit rechtlich selbständigen Tochtergesellschaften ein breites Sortiment an Haushalts- und Konsumgütern für Handel und Industrie. Es umfasst von Besen und Bürsten über Filamente, Haushaltstücher, Kunststoff- und Metallkleiderbügel, Pflege- und Reinigungsartikel auch WC-Garnituren, Zahnbürsten und Zahnpflegeartikel.

Nach einer ersten Analyse der vorläufigen Insolvenzverwalter gestaltet sich die Lage für die Tochtergesellschaften Coronet Metallwarenfabrik GmbH (Wald-Michelbach), Coronet Schwarza GmbH (Rudolstadt, Thüringen) Interbros (Todtnau, Schwarzwald) und Pedex (Wald-Michelbach) dabei vergleichsweise günstig. „Diese Gesellschaften weisen ein klar abgegrenztes Produktspektrum auf und können selbständig am Markt agieren. Das erleichtert die Investorensuche und erhöht damit die Chancen für eine Fortführung. Auch registrieren wir hierfür bereits ein konkretes Interesse aus dem Markt heraus“, so Schmidt-Thieme.

Schwierige Situation für Coronet-Werke in Wald-Michelbach

Schwieriger gestaltet sich die Situation bei den Coronet-Werken in Wald-Michelbach mit ihren rund 250 Mitarbeitern. „Sie leiden am stärksten unter der schwachen Inlandsnachfrage und dem Wettbewerbsdruck von Billiganbietern aus Fernost. In der gegenwärtigen Verfassung sind sie auf dem Markt nicht wettbewerbsfähig. Wir arbeiten daher an einem Sanierungskonzept mit dem Ziel, eine neue, wirtschaftlich tragfähige Struktur für den Standort zu schaffen“, so Hoefer. Es gebe auch hier bereits Gespräche mit potenziellen Investoren, allerdings seien noch grundsätzliche Fragen zu klären, bevor man die Erfolgsaussichten bewerten könne.

Für die Mitarbeiter der Coronet-Werke wie für die anderen Gesellschaften der Coronet-Gruppe wurde von den vorläufigen Insolvenzverwaltern eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes veranlasst, so dass sie vorerst keine Einkommenseinbußen erleiden. „Bis Ende September August sind die Lohnzahlungen über das Insolvenzgeld gesichert. Bis dahin sollte ein Konzept für mögliche Fortführungslösungen stehen“, kündigte Hoefer an. Auch nach der voraussichtlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang September bleiben alle Mitarbeiter zunächst weiter beschäftigt. „Kündigungen von Arbeitsverhältnissen stehen derzeit nicht an“, so Hoefer.

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Vorläufige Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

 

Fachanwalt für Insolvenzrecht

 

Marc Schmidt-Thieme

 

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