Hoefer I Schmidt-Thieme: Nach gescheiterter Finanzierungsrunde - NDT Global will Restrukturierung im Insolvenzverfahren umsetzen

29.12.2011

Weltmarktführer für Ultraschall-Prüfsysteme in Energie- und Stahlwirtschaft arbeitet unter Volllast weiter

- Löhne und Gehälter für die rund 500 Mitarbeiter weltweit vorerst gesichert, Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auf den Weg gebracht

- Volle Auftragsbücher sorgen für Zuversicht

- Sanierungsexperte und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt

Mannheim/Stutensee, 27. Dezember 2011: NDT Systems & Services, Weltmarktführer bei Ultraschall-Prüfsystemen für Pipelines und metallische Werkstoffe, arbeitet auch nach dem am 23. Dezember gestellten Insolvenzantrag in vollem Umfang weiter. „Nach den gescheiterten Finanzierungsgesprächen setzen wir nun die Restrukturierung im Insolvenzverfahren fort. Wir haben volle Auftragsbücher und sind zuversichtlich, auf dieser Basis neue Investoren zu finden, mit denen zusammen wir die Zukunft des Unternehmens dauerhaft sichern können“, teilten der vom Amtsgericht Mannheim bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer und der AGVorstand in einer gemeinsamen Erklärung heute mit.

Mitarbeiter und Kunden des international tätigen Spezialunternehmens für die Entwicklung und den Vertrieb modernster zerstörungsfreier Prüfsysteme und Dienstleistungen für die Inspektion metallischer Werkstoffe sind bereits informiert worden, dass NDT auch nach dem Insolvenzantrag ohne Einschränkungen weiter arbeiten kann. Das Einkommen der rund 210 Mitarbeiter am Hauptsitz Stutensee bei Karlsruhe ist durch die bereits in die Wege geleitete Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die nächsten drei Monate gesichert. Die übrigen rund 290 Mitarbeiter bei den Tochtergesellschaften im Ausland sind derzeit von der Insolvenz nicht betroffen. Die NDTTochtergesellschaften in Argentinien, Dubai, Kanada, Mexiko und USA sind rechtlich eigenständig und nicht im vorläufigen Insolvenzverfahren. Sie führen ihren Geschäftsbetrieb normal weiter. „Angesichts der sehr guten Auftragslage, die unsere Auslastung in Teilbereichen jetzt schon bis Jahresende 2012 sichert, sind wir zuversichtlich, dass wir die Restrukturierung erfolgreich abschließen und auch danach weiter machen können“, so Hoefer und der AG-Vorstand.

Finanzierungslücke nach beeindruckender Wachstumsstory

Die erst 2000 gegründete NDT Systems & Services AG hat in nur zehn Jahren eine beeindruckende Wachstumsstory geschrieben und sich von einem Netzwerk von Ingenieuren und Physikern zum unverzichtbaren Partner von multinationalen Konzernen der Energie- und Stahlwirtschaft für die Prüfung von Pipelines oder metallischer Werkstoffe entwickelt. 2008 baute NDT Systems & Services seine US-Aktivitäten durch eine Übernahme aus. Dort wurde in der Folge auch in eine neue Prüftechnologie investiert, die neue Marktpotenziale erschließen sollte. „Bei dieser Investition kam es jedoch zu Verzögerungen, so dass der daraus eingeplante Cashflow nicht wie geplant realisiert werden konnte. Daraus entstand eine Finanzierungslücke für die NDT Systems & Services AG, die wir nun in Verhandlungen mit Banken nicht mehr schließen konnten. In dieser Situation ist ein geordnetes Insolvenzverfahren mit der Unterstützung eines erfahrenen Insolvenzverwalters die beste Möglichkeit, um die Restrukturierung erfolgreich abzuschließen und die NDT wieder auf eine dauerhaft tragfähige finanzielle Basis zu stellen“, so AG-Vorstand Alfred Barbian.

Die Voraussetzungen dafür sind nach den ersten Eindrücken des vorläufigen Insolvenzverwalters sehr gut. „Wir sind bereits seit dem 23. Dezember im Unternehmen und haben bislang einen sehr positiven Eindruck. Wir müssen nun vor allem mit den uns im Insolvenzverfahren zur Verfügung stehenden Mitteln und in Gesprächen mit den Kunden kurzfristig Liquidität schaffen, um weiterhin einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten. Da kommen wir auch gut voran, so dass wir die Aufträge der Kunden planmäßig bearbeiten können“, so Tobias Hoefer.

Der vorläufige Insolvenzverwalter will den bis Ende Februar laufenden Insolvenzgeldzeitraum nutzen, um die Restrukturierung von NDT Global soweit voranzubringen, dass neue Geldgeber und Investoren von den Zukunftschancen des Unternehmens überzeugt sind. „Das spezielle Knowhow von NDT, die Technologieführerschaft auf vielen Gebieten, die weltweiten Kundenbeziehungen und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter liefern uns dafür gute Argumente“, so Hoefer. Erste Kontakte zu Interessenten gab es bereits, der Investorenprozess ist angelaufen.

Weitere Informationen:

Die NDT Systems & Services AG ist ein international tätiges Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und den Vertrieb modernster zerstörungsfreier Prüfsysteme und Dienstleistungen für die Inspektion metallischer Werkstoffe spezialisiert hat. Als Partner großer Konzerne aus der Öl- & Gasindustrie, der Stahlindustrie, der Bahnindustrie und der Kraftfahrzeugindustrie bietet das Unternehmen weltweit Produkte und spezielle Dienstleistungen im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung an. Die im Jahr 2000 von einer Gruppe von Ingenieuren und Physikern gegründete NDT Systems & Services AG ist heute Technologieführer im Bereich der hochauflösenden Ultraschalltechnologie für die Pipelineinspektion und Weltmarktführer auf dem Gebiet der automatisierten Prüfanlagen für Grobbleche.

In der 2010 neu bezogenen Firmenzentrale in Stutensee beschäftigt das Unternehmen rund 210 Mitarbeiter. Darüber hinaus sind weitere 290 Mitarbeiter in Niederlassungen und Büros in Argentinien, Dubai, Großbritannien, Kanada, Mexiko und den USA tätig. Die NDT AG realisierte in den Jahren 2004 bis 2009 ein rasantes Wachstum und vervierfachte in diesem Zeitraum den Umsatz. Die Mitarbeiterzahl verfünffachte sich sogar. Im laufenden Jahr erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von rund 50 Mio. Euro.

Der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer ist auf komplexe Insolvenzsachverhalte und Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Die von ihm mit begründete Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme ist mit neun Standorten bundesweit tätig. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen und Sanierungen von Tobias Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys und Robert Sihn (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller), Friedmann-Stahl, Livingston Electronic Services, Pfirmann-Bau, der Instrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth sowie der Internationale Club e.V. Baden-Baden (Galopprennsport).

Für nähere Auskünfte stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Vorläufiger Insolvenzverwalter

Tobias Hoefer
Fachanwalt für Insolvenzrecht
HOEFER I SCHMIDT-THIEME
Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter
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68219 Mannheim

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