hww hermann wienberg wilhelm: fan & more Fanartikel Vertriebs GmbH - Turnaround gescheitert

03.02.2017

Düsseldorf, 2. Februar 2017. Die Sanierung der fan & more Fanartikel Vertriebs GmbH in Eigenverwaltung ist gescheitert. Der nunmehr vom Amtsgericht Düsseldorf bestellte Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Gregor Bräuer (Partner der bundesweit tätigen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm), war gezwungen, den Geschäftsbetrieb zum 1. Februar 2017 einzustellen. Alle 61 Mitarbeiter des Online-Händlers für Sport- und Fanartikel erhalten ihre Kündigungen und werden mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Auf Antrag der fan & more Fanartikel Vertriebs GmbH hatte das Amtsgericht Düsseldorf Ende November 2016 die Eigenverwaltung angeordnet und Dr. Gregor Bräuer zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Erklärtes Ziel des Geschäftsführers Michael Flacks war es, das Unternehmen leistungswirtschaftlich zu sanieren. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen im Insolvenzeröffnungsverfahren erwies sich die Sanierung des Unternehmens jedoch als nicht durchführbar, so dass der Geschäftsführer den Antrag auf Eigenverwaltung am 20. Januar 2017 zurücknahm. Das Amtsgericht leitete daraufhin das Regelverfahren ein und bestellte Dr. Bräuer zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

„Die für eine Fortführung des Geschäftsbetriebes erforderlichen Grundlagen fielen zuletzt ersatzlos weg“, berichtet Dr. Bräuer. Sowohl der Online-Handel als auch der Verkauf in den stationären Ladengeschäften in Düsseldorf und Essen sind bereits eingestellt.

Insgesamt 61 Mitarbeiter erhalten nach Einholung der erforderlichen behördlichen Zustimmungen die Kündigung. Sie werden mit sofortiger Wirkung unwiderruflich freigestellt.

Der Vertrieb fan & more hatte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten als einer der führenden Anbieter am deutschen Fan- und Sportartikel-Markt etabliert. Der Umsatz, der hauptsächlich über die Internetplattform www.fanandmore.de erzielt wurde, betrug im Geschäftsjahr 2015 rund 10 Mio. Euro. Das Unternehmen wurde durch Giovanna Casalino-Görtz im Jahr 1998 gegründet und zunächst in der Rechtsform eines eingetragenen Kaufmanns betrieben. Durch auskunftsgemäß exogene Sonderereignisse in den Jahren 2013 und 2014 geriet das Unternehmen in eine erhebliche Schieflage. Zu Restrukturierungszwecken erwarb die Solvesta AG im November 2015 den Geschäftsbetrieb über eine Zweckgesellschaft im Wege eines Asset-Deals. Ihre Beteiligung an der heute insolvenzbefangenen Gesellschaft veräußerte sie im September 2016 an ein Unternehmen der vom US-amerikanischen Investor Michael Flacks kontrollierten Flacks Group. Nach Abschluss der Transaktion leitete dieser das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein.

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