hww hermann wienberg wilhelm und White & Case: Trompetter Guss Chemnitz durch Insolvenzplan erfolgreich saniert

06.03.2018

Chemnitz, 6. März 2018. Die Eisengießerei Trompetter Guss Chemnitz GmbH (TGC) hat ihre finanzielle Restrukturierung – mit Unterstützung des Restrukturierungsexperten Rüdiger Wienberg (hww hermann wienberg wilhelm) und der Sachwalterin Bettina Schmudde (White & Case) – erfolgreich abgeschlossen. Das zuständige Gericht hat das Eigenverwaltungsverfahren nach nur siebenmonatiger Dauer aufgehoben. Die TGC ist als einer der größten Arbeitgeber in Chemnitz mit rund 540 direkten und mittelbaren Mitarbeitern ein namhafter Zulieferer vor allem im Automotivebereich für Hersteller wie Volkswagen und Knorr-Bremse.

Das Ende Juli 2017 initiierte Eigenverwaltungsverfahren über das Vermögen der TGC wurde nach erfolgreicher Plansanierung vom Amtsgericht Chemnitz aufgehoben. Bereits im Dezember 2017 hatten die Gläubiger der Gesellschaft dem von der TGC mit Unterstützung der Kanzleien hww hermann wienberg wilhelm und Heuking Kühn Lüer Wojtek aufgestellten Insolvenzplan mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Die Gesellschaft hatte dabei zur Erzielung eines bestmöglichen Ergebnisses zunächst im Dual Track-Verfahren die Sanierungsmöglichkeiten (Insolvenzplan und übertragende Sanierung) in enger Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss eruiert.

„Ich freue mich, dass die TGC nach einem nur siebenmonatigen Sanierungsverfahren nun finanziell wieder auf einem gesunden Fundament steht, und zuversichtlich in die Zukunft blicken kann. Damit ist es gelungen, einen der größten industriellen Arbeitgeber der Stadt Chemnitz mit allen Arbeitsplätzen zu erhalten“, erläutert Restrukturierungsexperte Rüdiger Wienberg, Partner der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm, der als Generalbevollmächtigter/CRO die TGC-Geschäftsführung während der Restrukturierung verstärkt hatte.

Die vom Gericht eingesetzte Sachwalterin, Bettina Schmudde, Partnerin der Kanzlei White & Case, die die TGC und Wienberg auf ihrem Sanierungskurs begleitet hatte, dankt in diesem Zusammenhang den Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, beteiligten Banken und dem Freistaat Sachsen. „Ohne ihre Unterstützung wäre diese Restrukturierung in der kurzen Zeit nicht möglich gewesen. Für die erfolgreiche und langfristige Sanierung der TGC war es insbesondere erforderlich, dass Eigenverwaltungsverfahren möglichst kurzfristig zu beenden, damit die TGC als saniertes Unternehmen wieder an Ausschreibungen ihrer Auftraggeber teilnehmen kann“, ergänzt Schmudde und hebt die zügige und professionelle Zusammenarbeit zwischen der TGC, Rechtsanwalt Wienberg und dem Gericht hervor.

Markus Trompetter, Geschäftsführer der TGC, blickt nun äußerst optimistisch in die Zukunft. „Die Mannschaft ist hoch motiviert, mit dem Rückenwind der finanziellen Restrukturierung wieder am Markt anzugreifen. Die Auftragslage ist aktuell sehr gut, so dass Zusatzschichten gefahren werden müssen. Gemeinsam mit unseren Kunden, die uns sämtlichst treu geblieben sind, arbeiten wir an einer Vielzahl neuer Projekte. Für dieses Jahr haben wir Investitionen von über 2 Mio. Euro geplant, mit denen wir unsere Marktposition weiter ausbauen wollen.“

TGC hatte sich Ende Juli 2017 in ein Schutzschirmverfahren begeben. Bei einem Schutzschirm handelt es sich um ein klar strukturiertes Verfahren, mit dem sich Unternehmen binnen weniger Monate grundlegend sanieren können. Die unternehmerische Verantwortung bleibt dabei weiterhin in den Händen des Unternehmens selbst („Eigenverwaltung”), das in der Regel von erfahrenen Sanierungsberatern unterstützt wird. Zusätzlich begleitet wurde das Verfahren durch Rechtsanwältin Bettina Schmudde aus der Kanzlei White & Case als gerichtlich bestellte „Sachwalterin“, die als Interessenvertreterin der Gläubiger – vergleichbar mit einem Aufsichtsrat – die Sanierung überwacht hatte.

Sachwaltung: Bettina Schmudde (Partnerin), Nicolas Rebel (Associate) (beide White & Case)

Eigenverwaltung: Rüdiger Wienberg (Partner), Michael Döhner (Rechtsanwalt) (beide hww hermann wienberg wilhelm)

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