Jaffé Insolvenzverwalter: Insolvenzverfahren über egomedical AG eröffnet – Investorensuche geht weiter

29.04.2010

Jaffé Insolvenzverwalter

München, 28. April 2010. Die Investorensuche für den Geschäftsbetrieb der seit Mitte Februar insolventen egomedical AG geht auch nach der jetzt erfolgten formellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft weiter. „Wir sind trotz der schwierigen Ausgangslage weiter im Gespräch mit potenziellen Interessenten“, teilte Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé heute mit. „Die von egomedical entwickelte Technologie zur Blutzuckermessung verspricht hohes Absatzpotenzial, wenn sie zur Marktreife gelangt.“

Bis das Verfahren jedoch marktreif ist, sind noch weitere Investitionen in Millionenhöhe erforderlich. Verzögerungen bei der Entwicklung der innovativen Technologie zur Produktionsreife waren auch der Hauptgrund für die Insolvenz des Unternehmens, das bislang rund 100 Mio. Euro in die Forschung und den Aufbau der Produktionsstätte investiert hat, wie aus dem Insolvenzgutachten von Dr. Jaffé hervorgeht.

Seit Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung am 17. Februar 2010 wurde intensiv mit neuen potenziellen Investoren verhandelt, um eine Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen. In der Kürze der Zeit bis zum Auslaufen des Insolvenzgeld-Zeitraums für die Mitarbeiter (Ende April) konnte jedoch noch kein Abschluss erzielt werden, wobei es sich als Nachteil erwies, dass die Patentrechte bei der Schweizer Schwestergesellschaft egomedical Swiss AG liegen.

Mitarbeiter freigestellt

Mit der jetzt vom Amtsgericht München auf Grundlage des Insolvenzgutachtens angeordneten formellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 27. April 2010 müsste die egomedical AG die Löhne und Gehälter für ihre rund 150 Mitarbeiter wieder selbst erwirtschaften. Da das Unternehmen jedoch keine Umsätze erzielt, ist dies schlichtweg unmöglich. Deshalb wurden nun zu diesem Datum auch die Mitarbeiter des Unternehmens an den Standorten München und Theeßen fristgemäß gekündigt und bereits frei gestellt. In der Phase der Freistellung ist eine Wiederaufnahme des Betriebes jedoch weiter möglich, wenn eine Investorenlösung zustande kommen sollte.

Die 2004 gegründete egomedical AG hat in Theeßen bei Magdeburg eine hochmoderne Produktion für Blutzuckermeßsysteme aufgebaut. Forschung und Entwicklung konzentrierten sich dabei auf ein neuartiges System zur Selbstmessung für Diabetiker. Ein patentiertes photometrisches Verfahren (LOTS - Lab on the strip) soll die Meßgenauigkeit und Sicherheit im Vergleich zu den konventionellen Meßstreifen deutlich erhöhen. Diese für die Therapiesicherheit entscheidende Genauigkeit, die bisherige Systeme nicht erreichen, wird auch von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA gefordert. Außer einer deutlich größeren Genauigkeit bietet das neuartige Meßverfahren auch erhebliche Kostenvorteile, die der Situation im Gesundheitssystem entgegenkommen. Der Weltmarkt für Blutzuckermeßsysteme wird von Experten mit rund 10 Mrd. US-Dollar beziffert.

Weitere Informationen:

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist auf komplexe Insolvenzverfahren mit Konzernstrukturen von überregionaler Bedeutung spezialisiert. Sie zählt heute mit 23 Anwälten an sieben Standorten zu den führenden Kanzleien auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung in Deutschland. Zu den bundesweit bekanntesten Verfahren und Sanierungen von Dr. Michael Jaffé zählen unter anderem KirchMedia, die KirchBeteiligung, der Wohnwagenhersteller Knaus Tabbert, der Plüschtierhersteller NICI, der Flugzeughersteller Grob Aerospace, die TWD Textilwerke Deggendorf sowie die EuromedClinic in Fürth. Darüber hinaus ist Dr. Jaffé auch als Insolvenzverwalter der Qimonda AG tätig.

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