Jaffé & Kollegen: Neuer Betreiber für EuromedClinic gefunden

23.02.2006

Jaffé & Kollegen

Neugegründete Gesellschaft übernimmt Vermögen und Geschäftsbetrieb von der insolventen Euromed AG

Alle derzeit noch 75 Mitarbeiter werden weiter beschäftigt

Medizinisches Angebot bleibt in vollem Umfang erhalten, weitere Fachdisziplinen sollen angesiedelt werden

München/Fürth, 20. Februar 2005. Die EuromedClinic in Fürth, eine der modernsten Privatkliniken Deutschlands, hat wieder eine Zukunft. “Wir haben jetzt eine Fort­führungslösung realisiert, durch die der Klinikbetrieb nahtlos auf eine neue Betreiberge­sellschaft übergeht. Das medizinische Angebot und der hohe Pflegestandard sind weiter gewährleistet, für die Patienten gibt es keine Beeinträchtigungen. Auch alle derzeit noch 75 Mitarbeiter werden weiter beschäftigt”, teilte Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé heute mit.

Demnach übernimmt die neugegründete Betreibergesellschaft auf dem Wege eines Asset Deals (übertragende Sanierung) mit Wirkung zum 20. Februar 2006 das Anlage- und Umlaufvermögen sowie Markenrechte von der seit Juli 2005 insolventen alten Betreibergesellschaft, der Euromed AG, und führt den Klinikbetrieb fort. Die Gläu­bigerversammlung der Euromed AG hat dem Verkauf bereits zugestimmt, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Entscheidender Sanierungsbeitrag der Beschäftigten

“Diesem aus unserer Sicht sehr erfolgreichen Abschluss ging ein äußerst komplexer Sanierungsprozess voraus. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten die Mitarbeiter. Der mit dem Betriebsrat vereinbarte Interessenausgleich mit Sozialplan war eine entscheidende Voraussetzung für die jetzt gefundene Fortführungslösung”, so Dr. Michael Jaffé. Der Insolvenzverwalter konnte mit Unterstützung der Ärzte, der Lieferanten und der Gläubiger den Geschäftsbetrieb der EuromedClinic über mehr als ein halbes Jahr seit dem Insolvenzantrag für die Euromed AG am 15. Juli 2005 vollumfänglich aufrechterhalten. “Eine besondere Herausforderung angesichts der schwierigen Lage des Gesundheitswesens in Deutschland”, betonte Jaffé.

Für die Arbeitnehmer ist die jetzt realisierte Lösung nach Einschätzung des Betriebsrats­vorsitzenden Hans Bauer “das Beste, was wir in dieser Situation erreichen konnten.” Alle Mitarbeiter hätten ihr Möglichstes getan, um die EuromedClinic zu erhalten und den Pati­enten auch unter schwierigen Umständen die gewohnte hohe Qualität der Versorgung zu bieten. “Sehr positiv” sei auch die Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwaltung gewesen.

Bauer: “Wir haben stets pünktlich unser Geld bekommen und sind von Dr. Jaffé und seinen Mitarbeitern immer zeitnah über den aktuellen Stand der Dinge informiert worden. Das rechnen wir ihm hoch an. Die Verhandlungen mit Dr. Jaffé und den neuen Betreibern waren hart, aber fair und das Ergebnis ist aus unserer Sicht sehr gut.”

Für die Ärzteschaft begrüßte der Sprecher der Belegarztkonferenz, Prof. Dr. Stephan R. Wolf die Übernahmelösung: “Wir sehen jetzt sehr zuversichtlich in die Zukunft. Der neue Betreiber hat bereits einige Investitionen in Aussicht gestellt, um die Attraktivität der neuen Privatklinik Europaallee sicher zu stellen. Ich gehe davon aus, dass wir damit die Bandbreite und die Qualität des medizinischen Angebots nicht nur erhalten, sondern ausbauen können. Neben der Insolvenzverwaltung, die in den letzten Monaten dafür gesorgt hat, dass es keinerlei Beeinträchtigungen unseres Praxisbetriebs gab, möchte ich mich an dieser Stelle bei unseren Patienten bedanken. Sie haben uns immer wieder Mut zugesprochen und ihre Unterstützung bekundet. Das hat meine Kollegen und mich bestärkt, hier dem Standort EuromedClinic treu zu bleiben, und das zukunftsweisende Konzept einer integrierten ambulanten und stationären Behandlung aus einer Hand und auf hohem Niveau weiter zu verfolgen.”

Neue Betreiber mit ausgewiesenem Know-how im Klinikmanagement

Die Gesellschafter der neuen Betreibergesellschaft sind erfahren in der Sanierung und im Management von Kliniken. Dr. med. Clemens Ritter Kempski von Rakoszyn und Dr. med. Guido J. Quanz, die beiden Geschäftsführer, sind sowohl approbierte Ärzte mit klinischer Erfahrung als auch betriebswirtschaftlich beschlagen. Beide waren in einer internationalen Unternehmensberatung auf die Entwicklung von Strategien sowie die Prozessoptimierung für Kliniken und Krankenkassen spezialisiert. Dr. Ritter Kempski von Rakoszyn, der auch einen MBA (Master of Business Administration) hält, ist seit 10 Jahren selbständig und betreibt erfolgreich Klinikmanagement im Rahmen seiner eigenen Unternehmensgruppe. Dr. Quanz hat als Regionalmanager der Schön-Kliniken das Orthozentrum München saniert und zur Marktführerschaft gebracht.

Die neuen Betreiber betonten bei der Vertragsunterzeichnung, die konsequente Qualitäts­orientierung der EuromedClinic beibehalten zu wollen. So soll ein verbessertes Service­angebot die Rund-um-Betreuung der Patienten auf hohem Niveau gewährleisten. Auch das medizinische Angebot soll nach dem erfolgreichen Neustart weiter ausgebaut werden. Nähere Details ihres Konzepts wollen die Betreiber in den nächsten Tagen vorstellen.

Euromed AG wird abgewickelt

Mit dem jetzt realisierten Betriebsübergang stellt gleichzeitig die Euromed AG ihr opera­tives Geschäft ein. Die Gesellschaft wird abgewickelt und nach Abschluss des Insolvenz­verfahrens liquidiert. Jaffé: “Nach derzeitigem Sachstand ist nicht zu erwarten, dass es für die Aktionäre der Euromed AG nach Abschluss des Insolvenzverfahrens aus der Insol­venzmasse einen Übererlös geben wird.” Die Euromed AG war 2004 durch den allgemei­nen Trend im Gesundheitswesen, Behandlungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich zu verlagern, unter Druck geraten. Letztlich führten hohe Infrastrukturkosten dann zu einem Liquiditätsengpass, sodass der Vorstand am 15. Juli 2005 Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellte.

Die EuromedClinic genießt im In- und Ausland einen hervorragenden Ruf als innovatives Zentrum für moderne Medizin. Aufgrund der engen Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung und eines Maßstäbe setzenden Qualitäts-Managements nimmt sie eine anerkannte Vorreiterrolle im deutschen Gesundheitswesen ein. Das Spektrum ihres medizinischen Angebots umfasst mit 16 Disziplinen nahezu alle Fachbereiche. Die Klinik hatte vor der Insolvenz im Jahr rund 90.000 Patientenkontakte und ist als Wirtschafts­faktor eine bedeutende Größe in der Region Nürnberg/Fürth.

Insolvenzverwalter

Dr. jur. Michael Jaffé

 

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