Jaffé & Kollegen: Zwei Angebote für Grob Aerospace in Mattsies vorgelegt

17.12.2008

Jaffé & Kollegen

− Insolvenzverwalter berichtet Gläubigerversammlung über Stand der Verhandlungen

− Entscheidung über Fortführungslösung noch in diesem Jahr

− Standort, Know-how und rund 100 Arbeitsplätze sollen gesichert werden

München/Tussenhausen-Mattsies, 16. Dezember 2008 - Für den insolventen Betrieb des Flugzeugherstellers

Grob Aerospace in Tussenhausen-Mattsies liegen zwei konkrete Angebote von interessierten

Investoren vor. Bei der Gläubigerversammlung des seit Mitte August insolventen Unternehmens

wurden gestern die Optionen präsentiert und diskutiert. Beide gehen im Wesentlichen zunächst von

der Fortführung des Kerngeschäftes mit leichten Trainingsflugzeugen aus. „Damit könnten wir unser

Hauptziel erreichen und Tussenhausen-Mattsies als Standort für eine Flugzeugproduktion sowie rund

100 Arbeitsplätze dort erhalten“, berichtete der vom Amtsgericht Memmingen bestellte Insolvenzverwalter

Dr. Michael Jaffé. Eine endgültige Entscheidung über die Fortführungslösung soll der vom

Amtsgericht bestellte Gläubigerausschuss in den nächsten Tagen treffen.

Neustart mit früherem Kerngeschäft

Der Insolvenzverwalter hatte in den vergangenen Wochen und Monaten unzählige Gespräche geführt,

um die Zukunft des Unternehmens und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern. „Es waren sehr

komplexe Verhandlungen in einem denkbar schlechten wirtschaftlichen Umfeld. Von daher sind wir

sehr zufrieden, dass wir den Gläubigern zwei Alternativen präsentieren konnten. Allerdings sind in

beiden Fällen noch einige Bedingungen zu erfüllen, so dass wir derzeit auch ein Scheitern der Fortführungslösung

noch nicht ausschließen können“, so Jaffé.

Beide Investorenkonzepte sehen vor, zunächst mit einer Kernmannschaft zwischen 70 und 100 Arbeitnehmern

den Betrieb fortzuführen. Im einen Fall könnten Produktion und Wartung von Trainingsflugzeugen

bereits Anfang Januar wieder aufgenommen werden. Die zweite Option geht von einem

Neustart Ende Februar 2009 aus.

Die Grob Aerospace GmbH hatte am Montag, 18. August 2008, Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

gestellt. Bis Ende Oktober konnte der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden, danach

wurden die Mitarbeiter freigestellt. Die Investorensuche gestaltete sich besonders schwierig durch die

komplexe Rechteinhaberschaft sowie die Tatsache, dass die Grob Aerospace AG als Muttergesellschaft

der Öffnung des Datenraums für Investoren erst Ende September zustimmte. Dadurch ging

wichtige Zeit im Investorenprozess verloren. Die Muttergesellschaft versuchte über mehrere Wochen

eine Rücknahme des Insolvenzantrages zu bewirken, was aber nicht gelang. Zwischenzeitlich wurde

auch über das Vermögen der Muttergesellschaft ein Konkursverfahren in der Schweiz eröffnet.

Unabhängig von der konkreten Fortführungslösung für den Produktionsbetrieb in Tussenhausen-

Mattsies gehen die Gespräche über die Verwertung des Business-Jets SPn weiter. „Es gibt hier verschiedene

Optionen, die wir noch näher konkretisieren müssen. In der derzeitigen wirtschaftlichen

Situation ist aber mit keinem schnellen Ergebnis zu rechnen“, so Dr. Michael Jaffé.

Insolvenzverwalter

Dr. jur. Michael Jaffé

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Steuerrecht

Fachanwalt für Insolvenzrecht

als Insolvenzverwalter

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