Kebekus Insolvenzverwalter: Finanzinvestor Pamplona übernimmt TMD Friction

03.04.2009

Kebekus Insolvenzverwalter

• Insolvenzverwalter Dr. Frank Kebekus sichert damit bundesweit alle

Standorte und 1.740 Arbeitsplätze sowie weltweit 3.800 Arbeitsplätze

• Pamplona bot im geordneten Bieterverfahren die beste Lösung für

alle Beteiligten, Übernahme erfolgt vollständig mit Eigenkapital

• TMD Friction erhält gute Basis, um sich auch in der allgemeinen

Wirtschafts- und Finanzkrise am Markt behaupten zu können

Düsseldorf/Leverkusen, 3. April 2008 - Der Englische Finanzinvestor Pamplona

Capital Management übernimmt die Vermögenswerte des Automobilzulieferers

TMD Friction aus Leverkusen. Eine entsprechende Einigung erzielten Dr. Frank

Kebekus, Insolvenzverwalter bei TMD Friction, und Martin Schwab, Mitgesellschafter

von Pamplona in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Die Übernahme

steht noch unter den üblichen Vorbehalten der entsprechenden Gremien. Über

Vertragsdetails haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Kebekus kann bei diesem Verkauf bundesweit alle Standorte und 1.740 und weltweit

3.800 Arbeitsplätze sichern. Pamplona erhielt den Zuschlag, da der Finanzinvestor

im geordneten Bieterverfahren des Investorenprozesses die beste Lösung

für das Unternehmen, die Beschäftigten und die Gläubiger geboten hat. Das hatte

auch der Gläubigerausschuss so gesehen und Kebekus damit beauftragt das Angebot

von Pamplona zum Abschluss zu bringen. „Mit Pamplona hat TMD Friction

einen neuen Partner, der langfristig orientiert ist und dem Unternehmen genug

Potenzial bietet, um sich auch in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise am

Markt durchsetzen zu können,“ sagt Kebekus.

Eines der großen Probleme aus der Vergangenheit von TMD sei nun beseitigt,

sagt Kebekus weiter. „TMD Friction hat jetzt eine stabile Gesellschafterstruktur

und nicht wie vor der Insolvenz über verschiedenste Beteiligungsformen mehr als

25 Gesellschafter.“ Außerdem finanziert Pamplona die Übernahme zu 100 Prozent

mit Eigenkapital. Damit ist TMD für die Zukunft gut aufgestellt.

Dem Insolvenzverwalter gelang es bereits im vorläufigen Verfahren den Geschäftsbetrieb

zu stabilisieren und das Unternehmen weiter zu führen. Kebekus

leitete gemeinsam mit seiner Kollegin Ursula Schlegel frühzeitig den Investorenprozess

ein, an dem zahlreiche Strategische- und Finanzinvestoren teilnahmen.

Parallel dazu hat er gemeinsam mit der Geschäftsführung ein Restrukturierungsund

Sanierungskonzept erarbeitet und konnte mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens

1.740 – und damit etwa 90 Prozent – der Arbeitsplätze vorerst sichern. Knapp

260 Beschäftigte haben das Angebot erhalten, in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft

(BQG) zu wechseln. In dieser BQG werden sie maximal 10

Monate weiterbeschäftigt und erhalten 85 Prozent ihres letzten Nettolohns. Die

Gesellschaft bereitet die Beschäftigten auf neue berufliche Herausforderungen vor

und unterstützt sie bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Mehr als 90 Prozent

der Beschäftigten haben dieses Angebot angenommen. Grund für die Personalanpassungen

waren die starken Umsatzrückgänge bei den Herstellern, die sich

direkt bei TMD Friction bemerkbar gemacht haben.

Die Verantwortlichen von TMD Friction hatten Anfang Dezember 2008 beim zuständigen

Amtsgericht in Köln für die deutschen Gesellschaften und die Holding

Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Hauptgrund für den Insolvenzantrag

ist die aktuelle Marktsituation im Automobilbereich. Diese führte zu

einem Umsatzrückgang bei TMD Friction verbunden mit Liquiditätsproblemen. Der

Geschäftsbetrieb lief – mit Ausnahme der Weihnachtsferien – seit Insolvenzantragstellung

unverändert weiter.

Über TMD Friction

Die TMD Friction-Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Bremsbelägen für

die Erstausrüstung der Automobil- und Bremsenindustrie. Zum Produktportfolio

zählen neben Scheiben- und Trommelbremsbelägen für Personenkraftwagen und

Nutzfahrzeuge auch Bremsbeläge für den Rennsport und Reibmaterialien für die

Industrie. Mit den Marken Textar, Pagid, Mintex, Don, Cobreq und Cosid versorgt

TMD Friction auch den weltweiten Ersatzteilmarkt. Im Jahr 2007 erwirtschaftete

das Unternehmen an seinen Standorten in Deutschland, im europäischen Ausland,

in USA, Brasilien, Mexiko, China, Japan und Malaysia einen Umsatz von 690 Mio.

Euro. Die TMD Friction Gruppe beschäftigte im vergangenen Jahr weltweit rund

4.500 Mitarbeiter. In Deutschland hatte die Gruppe bei Insolvenzantragsstellung

etwa 2.000 Beschäftigte, davon in Leverkusen etwa 1.000, in Essen 480, in

Hamm/a.d. Sieg 340 und in Coswig 170.

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