Kirkland & Ellis International LLP - Collins & Aikman Europe: Verkauf an International Auto Components Corp.

03.02.2006

Kirkland & Ellis International LLP

15 Betriebe der unter englischer Insolvenzverwaltung (Administration)

stehenden europäischen Tochtergesellschaften des Autozulieferers Collins &

Aikman sind an die International Auto Components Corp., ein Joint Venture

um W.L. Ross LLC, Franklin Mutual Advisers LLC und Lear Corporation,

verkauft worden. Der Barkaufpreis betrug weit über US-$ 100 Millionen;

hinzu kommt die Übernahme bestimmter Verbindlichkeiten. In Deutschland

sind die Betriebe von drei Gesellschaften - der Collins & Aikman

Automotive Systems GmbH mit Sitz in Lambrecht, der Collins & Aikman

Automotive Trim GmbH mit Sitz in Köln und der Collins & Aikman Automotive

Holding GmbH mit Sitz in Krefeld - im Wege eines Asset Deals verkauft

worden. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter einigen

aufschiebenden Bedingungen, u.a. der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

International Auto Components Corp. wird sämtliche der am Vollzugstag bei

den deutschen Gesellschaften beschäftigten Arbeitnehmer übernehmen.

Am 15. Juli 2005 hatte der High Court of Justice London die

Insolvenzverwaltung (Administration) nach englischem Recht für sämtliche

der 24 europäischen Collins & Aikman-Gesellschaften angeordnet und für

nahezu alle Gesellschaften Simon Appell, Alastair Beveridge und Gary

Squires von Kroll Talbot Hughes zu Insolvenzverwaltern (Joint

Administrators) bestellt. Zur Begründung seiner Zuständigkeit hatte sich

der High Court of Justice auf Art. 3 der Europäischen Insolvenzverordnung

(EG-VO Nr. 1346/2000) gestützt und das "centre of main interest (COMI)"

sämtlicher Gesellschaften als in England belegen erachtet, da die

Leitungsaufgaben für sämtliche europäischen Gesellschaften von England aus

wahrgenommen worden sind. Der High Court of Justice ist hier - wie schon

zuvor andere englische, aber auch deutsche Gerichte - im Rahmen der

Auslegung des COMI der sogenannten "Head Office Functions"-Theorie

gefolgt. Bei den Verfahren über die europäische Collins & Aikman-Gruppe

handelte es sich um das bislang größte simultane Insolvenzverfahren über

einen Konzern, das je unter der Europäischen Insolvenzverordnung geführt

wurde. Hinsichtlich einzelner Gesellschaften, u.a. in Deutschland und

Österreich, wurden von den örtlichen Insolvenzgerichten

Sekundärinsolvenzverfahren eröffnet.

Kirkland & Ellis International LLP hat die Joint Administrators von London

(dort gemeinsam mit Denton Wilde Sapte) und München aus im Vorfeld der

Verfahrenseröffnung, während des laufenden Administration-Verfahrens und

bei dem Verkauf umfassend rechtlich beraten. In Deutschland hat Kirkland &

Ellis International LLP außerdem die Joint Administrators und die Collins

& Aikman Automotive Trim GmbH bei der Stellung eines Antrags auf Eröffnung

eines Sekundärinsolvenzverfahrens nach Art. 27 ff Europäische

Insolvenzverordnung und beim Antrag auf Eigenverwaltung beraten. Das

Amtsgericht Köln hat mit Beschluss vom 23.08.2005 ein

Sekundärinsolvenzverfahren eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Es

handelt sich hier um einen der seltenen Fälle, in denen ein deutsches

Insolvenzgericht einem Schuldnerantrag auf Eigenverwaltung stattgegeben

hat.

Aus dem Münchener Büro von Kirkland & Ellis International LLP berieten Dr.

Thomas Verhoeven, Frank Becker, Sacha Lürken und Dominik Stühler in Fragen

deutschen und europäischen Insolvenzrechts sowie in allen anderen

Bereichen deutschen Rechts. Dem Team von Kirkland & Ellis International

LLP aus London gehörten Lyndon Norley, Richard East, Partha Kar und Graham

Lane an, von Denton Wilde Sapte waren Michael Rutstein, Neil Griffiths und

Richard Cook beteiligt.

Über Collins & Aikman:

Collins & Aikman ist einer der größten Automobilzulieferer in den USA.

Dort war bereits am 17. Mai 2005 über die Muttergesellschaft Collins &

Aikman Corporation und deren amerikanische Tochtergesellschaften ein

Verfahren nach Chapter 11 des Bankruptcy Code eröffnet worden. Aufgrund

der Insolvenz des US-Mutterhauses gerieten auch die europäischen Collins &

Aikman-Gesellschaften in finanzielle Schwierigkeiten.

Über Kirkland & Ellis:

Kirkland & Ellis hat mehr als 1.000 Anwälte weltweit und berät in allen

Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere in den Bereichen Mergers &

Acquisitions, Restrukturierung/Insolvenz, Banking/Finance, Gewerblicher

Rechtsschutz, Steuerrecht und Presse/Schiedsverfahren. Die Kanzlei hat

Büros in Chicago, London, Los Angeles, München, New York, San Francisco

und Washington D.C.

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