KÜBLER: Geschäftsbetrieb von Ziegler stabilisiert

26.08.2011

Gut eine Woche nach Insolvenzanmeldung läuft der Geschäftsbetrieb der „Albert Ziegler GmbH & Co. KG“ wieder normal. Bestehende und neue Aufträge können unverändert ausgeliefert werden; Wartung und Service werden in vollem Umfang erbracht. Zugleich hat es einen Wechsel in der Geschäftsführung gegeben, und zahlreiche Investoren haben ihr Interesse bekundet.

Giengen an der Brenz, 25. August 2011 – Die „Albert Ziegler GmbH & Co. KG“ – einer der international führenden Anbieter von Feuerwehrfahrzeugen und -technik mit rund 650 Mitarbeitern – hatte am 16. August Insolvenz angemeldet. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler ist es seitdem gelungen, den Geschäftsbetrieb umfassend zu stabilisieren. Vorausgegangen waren ausführliche Gespräche mit Lieferanten, Arbeitnehmervertretern und Lokalpolitik. Kübler, der Gründer und Seniorpartner der bundesweit tätigen Kanzlei KÜBLER ist, hat zudem die Kunden unverzüglich über den Stand der Dinge informiert.

„Ziel ist die Sanierung des Unternehmens und die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze“, betonte Kübler heute in Giengen an der Brenz, dem Stammsitz des Unternehmens. „Und ich bin sehr zuversichtlich, dass dies gelingt.“ Kübler hob ausdrücklich das hohe Engagement aller Mitarbeiter und die enorme Unterstützung in der Region hervor.

Die Sanierung des Unternehmens soll entweder über einen Insolvenzplan oder über den Verkauf an einen Investor („übertragende Sanierung“) erfolgen. Bereits jetzt haben rund 25 potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland ihr Interesse bekundet. Darunter sind sowohl strategische als auch Finanzinvestoren. Kübler hat angekündigt, in einigen Wochen einen formellen Investorenprozess aufzusetzen.

Wie Kübler bereits am vergangenen Dienstag auf einer Gewerkschaftskundgebung bekannt gegeben hatte, hat sich Hauptgesellschafter Achim Ziegler aus der Geschäftsführung der Albert Ziegler GmbH & Co. KG zurückgezogen. Ziegler will damit auch personell einen Neuanfang des Unternehmens ermöglichen. Auch Co-Geschäftsführer Marc René Faerber ist aus der Ziegler-Geschäftsführung ausgeschieden. Als neuen Geschäftsführer haben die Gesellschafter auf Vorschlag Küblers Prof. Dr. Albert Jugel eingesetzt, der zuletzt als Vorstandsvorsitzender von Dräger Safety tätig war. „Mit Prof. Jugel haben wir einen ausgewiesenen Fachmann für diese Aufgabe gewinnen können“, unterstrich Kübler, der Jugel am gestrigen Mittwoch auf einer Betriebsversammlung der Ziegler-Belegschaft vorstellte.

Die Ziegler-Gruppe fertigt und vertreibt Feuerwehrfahrzeuge und feuerwehrtechnisches Zubehör weltweit. Die Produktpalette umfasst das gesamte Spektrum der Feuerwehrtechnik, von Einsatzkleidung über hochspezialisierte Pump- und Löschsysteme bis hin zu Löschfahrzeugen aller Art. Von den weltweit über 1.000 Mitarbeitern sind rund 650 am Stammsitz in Giengen an der Brenz beschäftigt. Weitere Fertigungsstandorte unterhält die Ziegler-Gruppe in Rendsburg, Mühlau sowie in Winschoten (Niederlande), Bozen (Italien), Sevilla (Spanien), Zagreb (Kroatien) und Jakarta (Indonesien). Ziegler ist zudem am Sonderfahrzeughersteller Hensel in Waldbrunn beteiligt.

Das Unternehmen war durch ein Kartellverfahren in Schwierigkeiten geraten und hatte sich im Anschluss hieran strenge Compliance-Regeln auferlegt. Trotz voller Auslastung in der Produktion war das Unternehmen u.a. durch die Kartellbuße in Höhe von 8 Mio. Euro in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens sind die Löhne und Gehälter der Beschäftigten über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

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KÜBLER gehört zu den führenden deutschen Insolvenzverwaltungs- und Restrukturierungsadressen. Die Kanzlei ist bundesweit mit 28 Büros vertreten und beschäftigt 230 Mitarbeiter, darunter 65 Berufsträger. KÜBLER zählt damit zum Kreis der renommierten auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Anwaltskanzleien in Deutschland und ist auch in grenzüberschreitenden Insolvenzfällen weltweit aktiv. KÜBLER ist zudem dem internationalen Anwaltsnetzwerk ILN mit über 5.000 Anwälten in 66 Ländern angeschlossen.

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