Lieser Rechtsanwälte: Investorenprozess beim Maschinen- und Anlagenbauer Weiler gestartet

16.09.2016

- Geschäftsbetrieb des Anlagenbauers von Beton-Fertigteilen stabilisiert -

- Mentor AG führt strukturierten Bieterprozess im Auftrag des vorläufigen Insolvenzverwalters durch - Ansprache von strategischen Interessenten im In- und Ausland -

Koblenz / Gau-Algesheim 15.09.2016. Der inzwischen erfolgte Start des Investorenprozesses eröffnet neue Perspektiven für die Weiler Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Im Auftrag des vorläufigen Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Jens Lieser, führt nun die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Mentor AG einen strukturierten Bieterprozess durch, um den Anlagenbauer Weiler an Investoren zu verkaufen. Das Familienunternehmen mit Sitz in Gau-Algesheim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Produktions- und Handling-Anlagen für die Herstellung von Beton-Fertigteilen. Die Weiler Maschinen- und Anlagenbau genießt im In- und Ausland einen hervorragenden Ruf und hat ihre Maschinen und Anlagen u.a. in die GUS-Staaten, im nahen und mittleren Osten sowie im nördlichen und südlichen Afrika vermarktet.

Guter Ruf ‚Made in Germany’

Der zu erwartende Bauboom im Ausland wird zu einer erhöhten Nachfrage an hochqualitativen Anlagen für die Herstellung von Beton-Fertigteilen (Extruder, Gleitfertiger, Mischanlagen, Schalungssysteme etc.) führen. Hier verfügt Weiler mit seiner Expertise und seinem guten Ruf ‚Made in Germany’ bereits über langjährige internationale Kundenkontakte. „Wir sind daher zuversichtlich, dass wir einen geeigneten, zukunftsorientierten und kompetenten Investor für dieses Traditionsunternehmen finden werden“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Jens Lieser.

Strategische Investoren im Fokus

Das Leistungsspektrum von Weiler reicht von der Projektierung schlüsselfertiger Produktionsanlagen über Herstellung, Vertrieb und Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen bis hin zu Produktschulungen und der Ersatzteilversorgung. Das Unternehmen verfügt über eine vollstufige Produktion sowohl für Einzelaggregate als auch für schlüsselfertige Produktionsanlagen. „Wir können uns Investorengespräche auch mit ausländischen Interessenten sehr gut vorstellen. Das Unternehmen ist weltweit bekannt, gut angesehen und aus unserer Sicht sicherlich auch für strategische Investoren aus dem Ausland sowie aus anderen Bereichen des internationalen Maschinen- und Anlagenbaus interessant, die sich damit einen Marktzutritt verschaffen wollen,“ so Uwe Borgers, Projektleiter und Vorstandsmitglied der Mentor AG.

Mehrmonatiger Investorenprozess

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat den Geschäftsbetrieb derweil stabilisiert. Dieser läuft vollumfänglich und uneingeschränkt fort. Der mehrstufige Investorenprozess wird voraussichtlich mehrere Monate dauern.

Interessierte Bieter haben die Möglichkeit zunächst ein indikatives, also unverbindliches Angebot abzugeben. Ausgewählte Bieter haben im Anschluss daran ausreichend Zeit, eine Due Diligence durchzuführen, um danach ein verbindliches Angebot abzugeben. Die sich dann anschließenden Vertragsverhandlungen werden sich voraussichtlich bis Ende November oder Anfang Dezember 2016 hinziehen.

Ein scharfer Wettbewerb und letztlich massive Umsatzeinbrüche im wichtigen Auslandsgeschäft, mit ausgelöst durch den Ölpreisverfall, hatten Weiler in eine finanzielle Schieflage geführt. Schließlich musste Weiler am 26.07.2016 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bingen stellen.

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