Modekonzern ESPRIT gelingt Sanierung unter Aufsicht des White & Case Partners Dr. Biner Bähr

03.11.2020

Düsseldorf, 2. November 2020 – Unter Aufsicht des White & Case Partners Dr. Biner Bähr als Sachwalter ist dem internationalen Modekonzern ESPRIT eine Sanierung seines Geschäfts in Deutschland gelungen. In Gläubigerversammlungen am 29./30. Oktober 2020 haben die Gläubiger der sechs wichtigsten deutschen Konzerngesellschaften, über deren Vermögen durch Beschlüsse des Amtsgerichts Düsseldorf vom 1. Juli 2020 jeweils Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden sind, mit großer Mehrheit den vorgelegten Insolvenzplänen zugestimmt. Durch Beschlüsse vom 30. Oktober 2020 hat das Amtsgericht Düsseldorf bereits alle sechs Insolvenzpläne bei den betroffenen deutschen Konzerngesellschaften bestätigt. Mit einer Aufhebung der Insolvenzverfahren ist Ende November 2020 zu rechnen.

ESPRIT ist ein international tätiger Modekonzern, der im Jahr 1968 in San Francisco/USA gegründet worden ist. Weltweit ist ESPRIT in mehr als 30 Ländern tätig. Die ESPRIT-Muttergesellschaft, die Esprit Holdings Limited, ist an der Hong Kong Stock Exchange gelistet. Die Firmenzentrale befindet sich in Ratingen.

ESPRIT bietet inspirierende Kollektionen für Damen- und Herrenbekleidung über die Vertriebskanäle Einzelhandel (Retail), Großhandel (Wholesale) und Internet-Shops (e-commerce) an. Wichtigster Markt ist dabei Deutschland. Hier wurden im vergangenen Berichtszeitraum 52 Prozent des weltweiten Umsatzes generiert.

Infolge der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Schließung aller Ladenlokale in Deutschland hatte sich die Geschäftsleitung von ESPRIT Ende März 2020 sehr frühzeitig und vorausschauend dazu entschlossen, Schutzschirmverfahren einzuleiten. Zusammen mit dem neu bestellten Generalbevollmächtigen, Herrn Rechtsanwalt Detlef Specovius aus der Kanzlei Schultze & Braun, sowie einem Team aus der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek unter Führung der beiden Partner Prof. Dr. Georg Streit und Dr. Marc Scheunemann wurde sodann ein umfangreiches Restrukturierungskonzept entworfen und umgesetzt.

„Insgesamt bin ich über die Entwicklung sehr glücklich“, so Dr. Bähr in einer ersten Stellungnahme nach den Gläubigerversammlungen. „Die letzten Wochen und Monate waren für alle Beteiligten äußerst herausfordernd. Erneut hat sich aber gezeigt, dass operative Restrukturierungen in Deutschland mittels Schutzschirmverfahren sehr effizient und in kurzer Zeit durchgeführt werden können.“

Anders Kristiansen, CEO von ESPRIT, ergänzt: „Unsere aktuelle Performance zeigt, dass wir die richtigen Schritte gesetzt haben. Mein Management-Team und ich haben uns den Herausforderungen gestellt, welche die Pandemie und der nachfolgende wirtschaftliche Einbruch mit sich brachten. Wir haben kraftvoll und schnell einen starken Restrukturierungsplan entwickelt, der jetzt von unseren Geschäftspartnern angenommen und bestätigt wurde. Die ersten Erfolge unserer verschlankten und leistungsstärkeren Organisation sind sehr vielversprechend. Esprit ist jetzt in einer sehr guten Position und bereit für die Zukunft. Ein besonderer Dank gilt unserem Generalbevollmächtigen Herrn Specovius, unseren anwaltlichen Beratern von Heuking und den Sanierungsexperten von White & Case.“

Dr. Biner Bähr ist einer der erfahrensten und bekanntesten Restrukturierungsanwälte in Deutschland und wird häufig mit komplexen Konzernsanierungen, insbesondere auch im Bereich Fashion, betraut. Unter anderem hat er schon den Motorradbekleidungshersteller HEIN GERICKE, den Kaufhauskonzern HERTIE, das Modelabel BCBG MAXAZRIA und den Hosenhersteller GARDEUR verwaltet. In den Jahren 2017 und 2018 hat Dr. Bähr Deutschlands größten Kaufhauskonzern GALERIA Kaufhof (95 Filialen, 2,7 Mrd. Euro Umsatz, 15.000 Mitarbeiter in Deutschland) bis zum Zusammenschluss mit Karstadt beraten.

Zum White & Case Team bei der Sanierung von ESPRIT gehören auch der Partner Dr. Bero-Alexander Lau, der Local Partner Dr. Daniel Schwartz und der Associate Dr. Moritz Kriegs (alle Restrukturierung/Insolvenz, Düsseldorf).

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