Mönig Insolvenzverwaltung: Alemannia Aachen plant für Saison 2012/2013 Neuanfang in der Fußball-Regionalliga

16.11.2012

Der vom Aufsichtsrat von Alemannia Aachen engagierte Restrukturierungsbeauftragte Michael Mönig stellt die Zahlungsunfähigkeit von Alemannia Aachen fest

Insolvenzantrag in der kommenden Woche ist somit unvermeidlich

· Ziel ist es, gemäß Insolvenzordnung und DFB-Statuten den Spielbetrieb bis Juni 2013 zu gewährleisten, den Verein über ein Insolvenzplanverfahren zu sanieren und dann befreit in der Regionalliga neu zu starten

Aachen, 16. November 2012 – Der vom Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten Alemannia Aachen engagierte Restrukturierungsbeauftragte Rechtsanwalt Michael Mönig hat in seiner Analyse die Zahlungsunfähigkeit des Vereins festgestellt. Demnach fehlten dem Verein zum jetzigen Zeitpunkt mehr als vier Millionen Euro an Liquidität. Da dieser Fehlbetrag mit jedem weiteren Monat deutlich zunehmen würde, ist ein Insolvenzantrag unvermeidlich. „Wir werden nun einen vorläufigen Gläubigerausschuss einsetzen, den Insolvenzantrag vorbereiten und in der kommenden Woche beim zuständigen Amtsgericht in Aachen einreichen“, sagte Mönig.

Diese Vorgehensweise soll der erste Schritt zu einer nachhaltigen Sanierung von Alemannia Aachen sein. „Wir wollen den Traditionsverein retten und haben das Ziel, ihn über ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung zu sanieren“, so Mönig weiter. Das Gericht würde dabei einen Sachwalter bestellen, der gemeinsam mit dem Restrukturierungsbeauftragten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erarbeiten und umsetzen wird, um die Ausgaben des Vereins deutlich zu reduzieren. In einem Insolvenzplan würde dann die Entschuldung des Vereins festgeschrieben und mit dem Gericht und den Gläubigern abgestimmt.

Voraussetzung dafür ist es, dass der Spielbetrieb von Alemannia Aachen bis zum Saisonende aufrechterhalten und das Insolvenzverfahren nicht vor dem letzten Spieltag der laufenden Saison eröffnet wird. Nach Insolvenzeröffnung wäre der Verein laut den Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zwar abgestiegen, könnte aber die Lizenz für die Regionalliga beantragen und nach erfolgreicher Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubiger dort schuldenfrei einen Neuanfang starten.

„Ich habe bereits erste Signale von potenziellen Geldgebern erhalten, die sowohl den Geschäftsbetrieb im vorläufigen Insolvenzverfahren für die laufende Saison als auch den Neuanfang in der Regionalliga in der Saison 2012/13 unterstützen würden“, sagte Mönig. Konkrete Zahlen gebe es zwar noch nicht, aber die Gespräche liefen bereits. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt noch viele Unwägbarkeiten, aber das ist ein gutes Zeichen und lässt uns die kommenden Schritte motiviert angehen“, gibt sich Mönig hoffnungsvoll.

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