Nacke & Leffler: Traditionsunternehmen Schulze Präzisionsteilefabrik GmbH in Eberswalde kämpft um Sanierungschance durch geordnete Insolvenz

09.05.2012

Geschäftsführung stellte Eigen-Insolvenzantrag/ Rechtsanwältin Beatrice Gottschalk vom Amtsgericht Frankfurt (Oder) zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt/ Unternehmen beschäftigt derzeit 44 hochqualifizierte Fachkräfte in der Stadt im Zentrum des ostbrandenburgischen Landkreises Barnim

Der ostbrandenburgische Industriestandort Eberswalde ist seit 1994 auch der Firmensitz der Schulze Präzisionsteilefabrik GmbH. Als Nachfolgeunternehmen der bereits 1921 in Berlin gegründeten Kurt Schulze Präzisionsteilefabrik kann dieses typische mittelständische Familienunternehmen inzwischen auf mehrere Generationen Firmengeschichte zurückblicken. Mit erheblichen Gründungs- und Erweiterungsinvestitionen etablierte sich das Unternehmen in der Barnimstadt als Spezialist im Bereich der Metallbearbeitung. Inzwischen werden namhafte deutsche Unternehmen, u. a. in der Automobilindustrie und im Maschinenbau, von den Eberswaldern regelmäßig mit Präzisionsteilen in Klein- und Großserien beliefert. Auf einer Produktionsfläche von 2000 m² fertigen derzeit 44 hochqualifizierte Fachkräfte in einem modernen Maschinenpark. Das Unternehmen bildet auch regelmäßig bis zu 8 Lehrlinge aus.

Trotz kontinuierlicher Auftragseingänge und einem festen Kreis von Stammkunden entschloss sich die Geschäftsführung des Unternehmens indes im vergangenen Monat aufgrund einer verschlechterten Liquiditätssituation zur Stellung eines Eigeninsolvenzantrages. Das zuständige Amtsgericht Frankfurt (Oder) hat daraufhin Rechtsanwältin Beatrice Gottschalk von der Berliner Wirtschaftsrechtskanzlei Nacke & Leffler Rechtsanwälte zur vorläufigen Insolvenzverwalterin in diesem Verfahren bestellt. Die Juristin hat inzwischen bereits vor Ort mit der schuldnerischen Geschäftsführung intensiv die zielorientierte Analyse und Aufarbeitung der Unternehmenssituation begonnen und erste Maßnahmen zur Konsolidierung der betrieblichen Verhältnisse eingeleitet. Auch wurden die zahlreichen Beschäftigten von ihr persönlich über die veränderte Gesamtsituation und die daraus resultierenden Konsequenzen informiert und Fragen der Arbeitnehmer beantwortet.

Nach einem in diesem frühen Verfahrensstadium notwendiger Weise vorläufigen Befund erster Analysen verbreitet die vorläufige Insolvenzverwalterin vorsichtigen Optimismus: „Wir haben hier einen im Kern intakten Betrieb vorgefunden sowie eine konstruktiv mitarbeitende schuldnerische Geschäftsführung. Allerdings werden die nächsten Wochen entscheidend dafür sein, ob eine tragfähige Sanierung des Unternehmens gelingen kann. Die eigentliche Arbeit liegt erst noch vor uns.“, schätzt Rechtsanwältin Gottschalk die sich aus der Ausgangslage ergebenden Perspektiven ein.

Für den Erfolg der Sanierungsbemühungen wird es zudem entscheidend darauf ankommen, ob die Geschäftspartner und Beschäftigten dem schuldnerischen Unternehmen in dieser schwierigen Phase die Treue halten. Dabei setzt die Insolvenzverwaltung auf eine aktive Kommunikation mit allen Beteiligten in Kombination mit einer Aufklärung über die nun gemäß der Insolvenzordnung geltenden modifizierten rechtlichen Rahmenbedingungen. Durch eine von der vorläufigen Insolvenzverwalterin vorbereitete sog. Insolvenzgeld-Vorfinanzierung sind die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer zunächst bis Ende Mai 2012 gesichert. Auch eine engagierte Unterstützung seitens der örtlichen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung könnte geeignet sein, die Rahmenbedingungen für die eingeleiteten Sanierungsbemühungen günstig zu gestalten. Mut macht der vorläufigen Insolvenzverwalterin aktuell der Umstand, dass es trotz der relativ kurzen Zeiträume bereits gelungen ist, erste ernsthafte potentielle Investoren/ Erwerbsinteressenten zu ermitteln, welche nun gemeinsam mit Rechtsanwältin Gottschalk und der schuldnerischen Geschäftsführung in eine vertiefte Prüfung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und Betriebsausstattung sowie möglicher weiterer Schritte eintreten wollen. Nach Angaben von Rechtsanwältin Gottschalk besteht derzeit aber auch für weitere potentielle Investoren noch die Möglichkeit, ihr grundsätzliches Interesse an einem Einstieg in den schuldnerischen Betrieb zu bekunden. Voraussichtlich noch im Mai 2012 sollen dann nähere Sondierungen mit einzelnen Erwerbs- oder Kooperationsinteressenten beginnen.

Bei Nachfragen zu den Presseinformationen der Kanzlei sprechen Sie bitte den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Koordinator: Rechtsanwalt Schmidt, unter der telefonischen Durchwahl 030 – 67 79 93-112 oder über die Mailadresse: pressestelle@nacke-leffler.de, an.

In der Berliner Wirtschaftskanzlei „Nacke & Leffler“, die im Jahre 1990 von den Rechtsanwälten Rolf Nacke und Anika Leffler gegründet wurde, bearbeiten spezialisierte Rechtsanwälte Insolvenz- und Zwangsverwaltungsverfahren unterschiedlicher Größenordnungen. Dabei werden sie von Wirtschaftsjuristen, Bankkaufleuten, Finanzbuchhaltern, Steuerfachangestellten und weiterem qualifizierten Fachpersonal unterstützt. Die in der Sozietät vereinten Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen versetzen die Kanzlei in die Lage, zahlreiche Mandanten in verschiedenen Rechtsgebieten umfassend und praxisorientiert zu beraten und zu vertreten.

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