Nieding + Barth: WGF AG – Gespräche zwischen Management und Gläubigervertretern vorerst gescheitert

08.05.2013

Frankfurt, 07. Mai 2013 – Der Versuch der Anleihegläubiger der WGF Immobilien AG, sich mit Vorstand, Sanierungsberatern und Sachwalter auf dem Verhandlungsweg zu einigen, ist vorerst gescheitert. Das bestätigten heute unisono die von den geschädigten Investoren gewählten gemeinsamen Vertreter und Anlegeranwälte Klaus Nieding (Vizepräsident der DSW – Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und Vorstand der Kanzlei Nieding+Barth), Andreas Lang (Vorstand der Kanzlei Nieding+Barth) sowie Markus Kienle und Daniel Vos (beide von der SdK – Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger) und Professor Julius Reiter (Partner der Kanzlei baum, reiter & collegen).

Als Grund für das Scheitern nennt Professor Reiter im einzelnen die folgende Gründe:

Durch die kürzlich seitens des Unternehmens veröffentlichten Äußerungen (z.B. finanzen.net) wurden die vorgesehenen personellen Änderungen zur Überwachung des Insolvenzplans in Frage gestellt.

In der Besprechung vom 07. Mai 2013 wurden die Rechte / Befugnisse der gemeinsamen Vertreter für die WGF-Anleihen H05, H06 und H08 grundsätzlich in Frage gestellt.

Eine zur Überarbeitung des Insolvenzplans notwendige Verlegung des Erörterungs- und Abstimmungstermins auf den 24. Juni 2013 (anstatt dem 22. Mai 2013) wurde seitens des Managements nicht unterstützt.

Der Detaillierungsgrad der geforderten Informationen wurde nicht oder nur verspätet erfüllt.


„Trotz mehrfachen Insistierens wurden zugesagte Informationen nicht geliefert und auch die von uns geforderte Verlegung des Erörterungstermins um einen Monat auf den 24. Juni wurden von der Unternehmensseite abgelehnt. Dabei ist eine ordnungsgemäße Überarbeitung des in der gegenwärtigen Form inaktzeptablen Insolvenzplans bis zum 22. Mai schlicht nicht möglich“, erklärt Nieding.

Nach Ansicht der Gläubigervertreter ist damit die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit mit den Unternehmensvorständen Pino Sergio und Bernd Depping nachhaltig beschädigt. „Unserer Meinung nach handelt der Sanierungsvorstand Depping nicht mit der notwendigen Professionalität, die in einer solchen prekären Situation der Gesellschaft im Interesse der geschädigten Gläubiger erforderlich wäre“, kommentiert Gläubigervertreter Daniel Vos das negative Gesprächsergebnis. „Wir werden weiter daran arbeiten, dass die Anleihegläubiger endlich eine tragfähige und eine dauerhaft überwachte Lösung erhalten“, ergänzt Andreas M. Lang von der Kanzlei Nieding+Barth.

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