Nordwacht Sicherheitsdienst GmbH - Gericht stimmt Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung zu

25.01.2016

– Sämtliche Verträge mit Kunden werden weiterhin uneingeschränkt erfüllt – – Insolvenzgeld gesichert – erste Zahlung an Mitarbeiter bereits erfolgt – Handewitt, 22.01.2016. Die Nordwacht Sicherheitsdienst GmbH mit Sitz in Handewitt hat beim Amtsgericht Flensburg Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Insolvenzgericht ist dem Antrag gefolgt.

Zum vorläufigen Sachwalter bestellte es Rechtsanwalt Peter-Alexander Borchardt von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte. Als Sanierungsgeschäftsführer tritt Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt, Gründungspartner der bundesweit tätigen Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff, in die Geschäftsführung ein. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Nordwacht Sicherheitsdienst GmbH erfolgreich restrukturieren können, so dass das Unternehmen auch langfristig am Markt bestehen kann“, so von Buchwaldt. Hierfür strebt die Geschäftsführung ein Insolvenzplanverfahren an und erarbeitet einen Insolvenzplan. Als erste Maßnahme wurde die Vorfinanzierung der Löhne und Gehälter der Monate Dezember 2015 bis Februar 2016 für die rund 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Weg gebracht. Kündigungen sind nicht geplant.

Sanierung in Eigenregie

Eine Insolvenz in Eigenverwaltung ermöglicht es dem Unternehmen, die Restrukturierung in eigener Verantwortung durchzuführen. Das Gericht stimmt dieser Form des Insolvenzverfahrens grundsätzlich nur dann zu, wenn eine realistische Chance auf die nachhaltige Sanierung des Unternehmens besteht. Die Geschäftsführung bleibt dabei weiterhin ‚Herr des Geschehens’. Sie leitet den gesamten Sanierungsprozess, begleitet von dem vom Gericht bestellten Sachwalter und dem Sanierungsgeschäftsführer. „Zu dem Restrukturierungsprozess gehört auch die Ursachenanalyse“, erläutert von Buchwaldt. Diese sei aber noch nicht abgeschlossen, so dass es zu früh sei, hierzu abschließende Aussagen zu treffen.

Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter

Der Geschäftsbetrieb wird währenddessen uneingeschränkt weitergeführt, das Sanierungsverfahren läuft im Hintergrund. „Alle Kundenverträge werden zu 100 Prozent und in unverändert hoher Qualität erfüllt“, betont Geschäftsführer Bert Kempfert. „Wir erhalten sehr viel Unterstützung für den eingeschlagenen Sanierungskurs.“

Auch die Bundesagentur für Arbeit hat ein positives Signal gesetzt: Sie hat bereits am Tag der Antragstellung dem Antrag auf Insolvenzgeld für alle Mitarbeiter zugestimmt. Die ersten Auszahlungen der Dezembergehälter konnten mittlerweile veranlasst werden.

Die Geschäftsführung rechnet mit einer relativ kurzen Verfahrensdauer. Voraussichtlich Anfang März 2016 wird das Verfahren eröffnet. „Wir streben eine Ende des Restrukturierungsverfahrens noch im ersten Halbjahr 2016 an“, so von Buchwaldt.

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