Papierhersteller WEPA will Kartogroup über italienisches Insolvenzverfahren erwerben – Mayer Brown berät die Käuferin

08.08.2008

Mayer Brown

Frankfurt am Main, 6. August 2008. Die Arnsberger WEPA Papierfabrik P. Krengel GmbH & Co. KG will ein italienisches Insolvenzverfahren nutzen, um die Wettbewerberin Kartogroup

S.p.A. mit Sitz in Carraia/Capannori (Italien) einschließlich ihrer Tochtergesellschaften in

Frankreich und Deutschland zu übernehmen. Die Verträge haben die Beteiligten am 1. August

2008 unterschrieben. Die Einleitung des Verfahrens ist jetzt beim zuständigen Gericht in Lucca

(Italien) beantragt worden. Eröffnet wird es voraussichtlich im September. Ein integriertes

Team der Sozietät Mayer Brown LLP, ihres italienischen Allianzpartners Tonucci & Partners

und von Ernst & Young Legal Italien berät WEPA. Die Federführung haben Friedrich Merz

und Dr. Marco Wilhelm inne, beide sind Partner von Mayer Brown in Deutschland.

WEPA wird den Geschäftsbetrieb der Kartogroup-Gesellschaften in Italien, Frankreich und

Deutschland zunächst für zwei bis drei Jahre pachten. Nach Zustimmung der Gläubigerversammlung

wird sie ihn erwerben. Das diesem Vorgehen zugrunde liegende Concordato Preventivo

ist ein spezielles italienisches Insolvenzverfahren, das in seiner heutigen Form erst

seit 2006 existiert. Bisher erst in wenigen Präzedenzfällen in Italien angewendet, wird es hier

zum ersten Mal grenzüberschreitend als Hauptinsolvenzverfahren unter der Europäischen Insolvenzverordnung

(EuInsVO) eingesetzt.

Die familiengeführte WEPA-Gruppe produziert Tissue-Erzeugnisse wie Hygiene- und Toilettenpapiere,

Küchen- und Taschentücher oder Handtuchpapier. Sie erwirtschaftete 2007 einen

Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Kartogroup stellt an Standorten in Italien, Frankreich,

Spanien und Deutschland Toiletten- und Haushaltspapier, Taschen- und Kosmetiktücher sowie

Servietten her. Kartogroup beschäftigt etwa 1.300 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2007 bei

rund 470 Millionen Euro. Hintergrund der Transaktion ist die zunehmende Konzentration im

Absatzmarkt und der steigende Wettbewerbsdruck durch multinationale Tissue-Hersteller wie

SCA, Kimberly-Clark und Georgia-Pacific.

Mayer Brown LLP

Ansprechpartner:

Friedrich Merz

Partner

T: +49 30 2 06 73 01 10

fmerz@mayerbrown.com

Dr. Marco Wilhelm

Partner

T: +49 69 7941 2731

mwilhelm@mayerbrown.com

Friederike Hartmann

Manager Communications

T: +49 69 7941 1045

M: +49 160 9019 2756

fhartmann@mayerbrown.com

Über Mayer Brown: Mit rund 1.800 Anwälten an 21 Standorten in Nord- und Südamerika, Europa und Asien

gehört Mayer Brown zu den führenden internationalen Wirtschaftssozietäten. Im Januar 2008 hat die Kanzlei

durch den Zusammenschluss mit der größten asiatischen Wirtschaftskanzlei JSM ihre Präsenz in Asien ausgebaut.

Zu den Mandanten zählen Fortune 100-, FTSE 100- und DAX-Unternehmen, führende Mittelständler

sowie internationale Finanzdienstleister. In den deutschen Büros in Frankfurt am Main, Köln und Berlin beraten

mehr als 120 Anwälte deutsche und internationale Mandanten in einem breiten Spektrum komplexer

Rechtsfragen.

www.mayerbrown.com

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