PKL KELLER KOPPENHÖFER SPIES: Gläubigerversammlung hat dem Insolvenzplan der ALS Anlagentechnik und Sondermaschinen GmbH mehrheitlich zugestimmt

01.03.2005

PKL KELLER KOPPENHÖFER SPIES

28.02.2005 Dresden

Insolvenzplan der ALS Anlagentechnik und Sondermaschinen GmbH in Eigenverwaltung zur Umsetzung eines Restrukturierungskonzeptes mehrheitlich zugestimmt – Insolvenzgericht hat Insolvenzplan bestätigt – Insolvenzverfahren nach nur vier Monaten nach Eröffnung einem baldigen Ende zugeführt.

Die ALS Anlagentechnik und Sondermaschinen GmbH hatte Ende September 2004 einen Insolvenzantrag stellen müssen, nachdem die Hausbank es abgelehnt hatte, ein Sanierungskonzept zu begleiten. Das Amtsgericht Dresden hatte als zuständiges Insolvenzgericht am 11.10.2004 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der ALS Anlagentechnik und Sondermaschinen GmbH eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Die Voraussetzungen hierzu wurden geschaffen, indem der Planverfasser, der Dresdner Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter, Herr Rechtsanwalt Jörg Spies, unmittelbar vor Verfahrenseröffnung als weiterer Geschäftsführer neu bestellt wurde. Der bisherige Geschäftsführer Frank Lippert blieb Geschäftsführer, jedoch fokussiert auf die Geschäftsbereiche kaufmännische Geschäftsführung und Vertrieb. Zugleich ist der weitere Geschäftsführer Dr. Gerd Arnold im Rahmen der Konsolidierung aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Das Planverfahren wurde 1999 in die InsO eingeführt, um Unternehmenssanierungen zu erleichtern. Die Umsetzung eines Sanierungskonzeptes im Wege der Eigenverwaltung stellt jedoch bisher die absolute Ausnahme in der Praxis dar.

In der Gläubigerversammlung vom 28.02.2005 haben sechs der sieben Gläubigergruppen dem von Herrn Rechtsanwalt Jörg Spies vorgelegten Insolvenzplan zur Sanierung einstimmig oder mehrheitlich zugestimmt. Das Insolvenzgericht hat daraufhin den Insolvenzplan bestätigt. Dieser sieht eine Reduzierung sämtlicher Verbindlichkeiten um 95 % vor. Die Quote von 5 % wird als Einmalzahlung nach Rechtskraft des Gerichtsbeschlusses gezahlt. Die hierzu erforderlichen Finanzmittel werden durch neue Gesellschafter aufgebracht, welche die Geschäftsanteile der Altgesellschafter bzw. Geschäftsanteile im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernehmen.

In nur vier Monaten konnten die maßgeblichen Eckpunkte des Restrukturierungskonzeptes zum dauerhaften Erhalt von 20 der 30 Arbeitsplätze umgesetzt werden. Die finanzielle Konsolidierung schafft zudem die Voraussetzungen für die Aufnahme strategischer Partner aus dem Geschäftsfeld Sondermaschinenbau als weitere Gesellschafter.

Das zertifizierte Unternehmen wird seine Geschäftstätigkeit zukünftig auf seine Kernkompetenzen in den Bereichen Verpackungsmaschinen fokussieren.

Das hohe Know-how der Mitarbeiter und die am Markt etablierte Stellung des Unternehmens bilden eine gute Grundlage für den Neuanfang aus der Insolvenz und für die dauerhafte Erhaltung von voraussichtlich 20 Arbeitsplätzen.

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