PLUTA-Sanierungsexperten unterstützen als vorläufige Insolvenzverwalter das Kunststoffunternehmen Bock und Weisser Werkzeugbau

28.01.2020

- Geschäftsbetrieb wird bei beiden Gesellschaften fortgeführt

- Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld gesichert

Singen, 27. Januar 2020. Die Bock GmbH & Co. KG aus Lauterbach sowie die Schwestergesellschaft Weisser Werkzeugbau GmbH & Co. KG aus Deißlingen in Baden-Württemberg haben Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Rottweil ordnete am 24. Januar 2020 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der beiden Gesellschaften an.

Bei dem Kunststoffunternehmen Bock wurde Florian Schiller von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Im Verfahren von Weisser Werkzeugbau ist PLUTA-Anwalt Steffen Beck als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig.

Grund für die Antragstellung sind Liquiditätsschwierigkeiten. Beim Unternehmen Bock belastete zudem ein kurzfristig notwendiger Umzug des kleineren Werks in Balingen die finanzielle Lage des Unternehmens. Im Hauptwerk in Lauterbach ist die Auftragslage gut. Damit ist auch die mittelfristige Fortführung des Unternehmens gesichert.

Die Bock GmbH & Co. KG beschäftigt 110 Mitarbeiter. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Der Geschäftsbetrieb des Kunststoffunternehmens läuft uneingeschränkt fort. Bestehende und neue Aufträge werden wie gewohnt bearbeitet.

PLUTA-Sanierungsexperte Florian Schiller verschafft sich derzeit einen Überblick über die Lage der Firma Bock. „Erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten verliefen heute positiv. Die Auftragslage ist gut, und auch die Mitarbeiter sind sehr motiviert“, sagt Rechtsanwalt Schiller. Im Sanierungsteam wird er unterstützt von Interimsmanager Helmuth Rauscher von der acta Management GmbH.

Das Unternehmen Bock ist Spezialist für Kunststofftechnik. Als einer der ersten Kunststoffverarbeiter in Deutschland zählt Bock zu den Pionieren im Spritzguss. Das Unternehmen entwickelt und produziert kunststoffgerechte Spritzguss- und Verbundteile und übernimmt das Veredeln (Drucken, Prägen, Schweißen) von Kunststoffteilen sowie die Montage von ganzen Baugruppen. Zum Leistungsangebot zählen über 700 Artikel sowie kundenspezifische Lösungen für die Verpackungsindustrie. Bock wurde 1946 gegründet, der Ursprung der Gesellschaft geht bis in das Jahr 1866 zurück.

Geschäftsbetrieb von Weisser Werkzeugbau läuft ebenfalls weiter

Bei Weisser Werkzeugbau sind 12 Mitarbeiter beschäftigt. Auch deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1981 ist Weisser im Formenbau tätig. Das Produktportfolio umfasst das Fertigen von Formen für Teile aus der Automobilindustrie und Sanitärbranche, technische Teile, Mehrkomponentenwerkzeuge sowie sonstige Werkzeuge.

Die Unternehmen Bock und Weisser Werkzeugbau sind Schwestergesellschaften, rechtlich aber eigenständige Gesellschaften. In vielen Bereichen arbeiten die beiden Unternehmen seit mehreren Jahren eng zusammen.

„Wir führen den Betrieb von Weisser Werkzeugbau fort. Dabei werden wir eng mit den Verfahrensverantwortlichen von Bock zusammenarbeiten“, sagt PLUTA-Sanierungsexperte Steffen Beck. Er wird im Verfahren unterstützt von Rechtsanwalt Michael Reichold.

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