Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter: Erfolgreiche Sanierung - Autohaus Morigl zum 1. Oktober verkauft

27.09.2011

Die Puchheimer Autohaus Karl Moser GmbH übernimmt zum 1. Oktober 2011 das traditionsreiche Autohaus Morigl, das Anfang Juni Insolvenzantrag beim Amtsgericht München gestellt hatte. „Der Unternehmenskaufvertrag wurde heute notariell beurkundet, nachdem das Münchner Insolvenzgericht einen Antrag, mit dem der Verkauf noch verhindert werden sollte, zurückgewiesen hatte“, bestätigt Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann. „Somit steht der Übergabe an den neuen Eigentümer nichts mehr im Wege“.

Über 50 Jahre war das Autohaus Morigl in Germering als einer der großen Volkwagen- und Audi-Händler im Münchner Umland bekannt. Im Mai 1995 verstarb der Firmen-gründer und Chef des Unternehmens Hans Morigl. Seine Erben führten den Betrieb zunächst selbst weiter, bis sie die Gesellschaft 2005 an Volkmar Görgen verkauften, der sie seither als Geschäftsführer selbst betrieb. Am 7. Juni stellte Görgen für die Autohaus Morigl GmbH Insolvenzeigenantrag beim Amtsgericht München, weil sich die Geschäfte in den vergangenen Jahren – auch in Folge der Wirtschafts- und Automobilkrise – nicht wie erhofft entwickelt hatten und die Pacht nicht mehr bezahlt werden konnte.

Aufwändige Sanierungsbemühungen

Der vom Gericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter hielt den Betrieb über mehrere Monate aufrecht, analysierte die Umsatz- und Kostenstruktur und verhandelte mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich. In deren Folge wurde

schließlich eine der beiden Betriebsstätten stillgelegt, um das Unternehmen so wieder auf Sanierungskurs zu bringen.

Schließlich konnte der vorläufige Insolvenzverwalter in der Autohaus Karl Moser GmbH, die im Nachbarort Puchheim seit vielen Jahren ein Volkwagen-Autohaus betreibt, einen geeigneten Investor finden. „Die Verhandlungen waren mitunter komplex, zumal natürlich auch den Interessen der Verpächterin Rechnung getragen werden musste und eine Lösung gefunden werden sollte, die auch vom Volkswagen-Konzern mitgetragen wird“, erinnert sich Pohlmann. „Letztlich haben wir aber mit der Autohaus Karl Moser GmbH den idealen Nachfolger für den Standort östlich der Landsberger Straße gewinnen können“, so der Rechtsanwalt weiter: Die Gläubiger der insolventen Autohaus Morigl GmbH würden bestmöglich befriedigt, weil Moser einen angemessenen Kaufpreis bezahlt, über dessen Höhe jedoch Stillschweigen vereinbart worden sei. Nahezu alle aktuell bei Morigl noch vorhandenen Arbeitnehmer würden künftig von Moser weiterbeschäftigt. Gleichzeitig sparen sich die Morigl-Gläubiger weitere Gehälter für die Arbeitnehmer, die sonst noch eine Zeit lang aus der Insolvenzmasse bezahlt werden müssten, weil hierfür ab 1. Oktober Moser zuständig ist. „Besonders freue ich mich aber auch für den Standort Germering und die Bürger in der Region. Das VW- und Audi-Autohaus war über Jahrzehnte eine feste Institution. Durch die Lage nahe der S-Bahn haben viele ihr Auto morgens zur Inspektion gegeben und nach Feierabend wieder abgeholt. Das wird jetzt auch weiterhin möglich sein, und zwar dann wieder mit VW- und Audi-Vertragsstatus“, sagt Pohlmann, der seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht München seit 30.08.2011 Insolvenzverwalter ist.

Unternehmenskaufvertrag heute abgeschlossen

Der Abschluss des Unternehmenskaufvertrags mit der Autohaus Karl Moser GmbH nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens hatte sich zunächst aber noch verzögert. Zwar hatte der Gläubigerausschuss die nach der Insolvenzordnung vorgeschriebene Zustimmung zu dem Deal schon in seiner ersten Sitzung am 08.09.2011 einstimmig erteilt. Jedoch hatte die Autohaus Morigl GmbH durch ihren Geschäftsführer noch einen Antrag bei Gericht gestellt, durch den der Abschluss des Unternehmenskaufvertrags aufgeschoben werden sollte. Am Freitag vergangener Woche wies das zuständige Insolvenzgericht den Antrag als unbegründet zurück, so dass die Autohaus Karl Moser GmbH und Insolvenzverwalter Pohlmann den Kaufvertrag am heutigen Montag verbindlich vor einem Münchner Notar abschließen konnten. „Das war buchstäblich in letzter Minute“, sagt Pohlmann, „denn am

29.09.2011 wäre das Angebot von Moser erloschen; zudem hätte ich am 30.09. die Immobilien an die Verpächterin zurückgeben müssen, so dass der Betrieb geschlossen hätte werden müssen und eine Sanierung faktisch ausgeschlossen gewesen wäre.“

Verbleibendes Inventar wird verkauft

Entgegen der ursprünglichen Planung, werden die bislang nicht abverkauften Fahrzeuge der insolventen Autohaus Morigl GmbH doch nicht versteigert. Die Volkswagenbank, an die die Fahrzeuge sicherungsübereignet sind, hat sich bereit erklärt, die Fahrzeuge selbst zu übernehmen. Die Autohaus Karl Moser GmbH erwirbt das gesamte Inventar samt Werkstattausstattung des Gebäudes östlich der Landsberger Straße. Der Großteil des Inventars des früheren „VW-Hauses“ westlich des Landsberger Straße samt Betriebs- und Geschäftsausstattung, Werkstatteinrichtung, darunter z.B. die Lackiererei, EDV-Anlagen etc. wird ab sofort bis Ende Oktober durch einen Auktionator verkauft. Interessenten können sich beim Insolvenzverwalter registrieren lassen (Kontaktdaten unter www.pohlmannhofmann.de).

Verantwortlich im Sinne des Presserechts/Kontaktdaten:

Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann als Insolvenzverwalter über das Vermögen Autohaus Morigl GmbH

Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft

Unterer Anger 3, 80331 München

Telefon 089 548033-0, Telefax 089 548033-111

Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter sind mit aktuell zwölf Berufsträgern eine der führenden Insolvenzverwalterkanzleien in Bayern. Ihre Partner Rolf G. Pohlmann und Dr. Matthias Hofmann werden aus-schließlich von Gerichten mit der Insolvenzverwaltung und Insolvenzbegutachtung in Unternehmensinsolvenzverfahren betraut. Schwerpunkte bilden Restrukturierungs- und Sanierungs-maßnahmen in Insolvenzverfahren bei Unternehmen mit laufendem Geschäftsbetrieb, die Abwicklung von Insolvenzverfahren mit komplexen Rechtsproblemen sowie Kriminal- und Konfliktinsolvenzen.

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