Runkel Schneider Weber: Investorensuche bei Automobilgruppe Dirkes

05.08.2019

- Amtsgericht Köln hat Insolvenzverfahren eröffnet

- Geschäftsbetrieb mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie Service und Karosseriewerkstatt laufen weiter

- Investorensuche soll nachhaltige Zukunftslösung erzielen

- Gespräche und Verhandlungen mit ersten Interessenten -

Köln/Bonn, 02.08.2019. Die Sanierung der insolventen Automobilgruppe Dirkes mit Standorten u. a. in Köln, Bonn, Frechen, Troisdorf und Siegburg schreitet voran. Am 1. August 2019 hat das zuständige Amtsgericht Köln die Verfahren über die Gesellschaften der Automobilgruppe Dirkes im Zuge eines Regelinsolvenzverfahrens eröffnet. Die zuvor gestellten Anträge auf Eigenverwaltung wurden zurückgenommen. Durch die Verfahrensänderung soll die Sanierung der Autohausgruppe bis zum Einstieg eines neuen Investors effizienter überbrückt und abgesichert werden. Das Amtsgericht Köln hat den bisherigen vorläufigen Sachwalter, Rechtsanwalt Dr. Jens Schmidt von der Kanzlei RUNKEL SCHNEIDER WEBER, zum Insolvenzverwalter der Gesellschaften der Automobilgruppe Dirkes bestellt. Frank Perez verbleibt weiter als Geschäftsführer in der Autohausgruppe und auch das Sanierungsteam der Kanzlei Schulze & Braun bleibt beratend an Bord. Die Eigenverwaltung hatte gemeinsam mit dem Geschäftsführer die Autohausgruppe erfolgreich stabilisiert und fortgeführt.

Geschäftsbetrieb und Autohandel laufen weiter

Abgesehen von einem kleineren Standort in Köln-Weidenpesch, der im Zuge des Sanierungs- und Investorenprozesses geschlossen wurde, läuft der Geschäftsbetrieb des seit beinahe 100 Jahren bestehenden Familienunternehmen an den Standorten weiter. Der Autohandel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen wird auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortgesetzt. Zudem laufen alle anderen Geschäftsbereiche wie Reparatur- und Ersatzteilgeschäft sowie auch die Karosseriewerkstatt uneingeschränkt weiter.

Sicherheit bei Anzahlungen

Jetzt herrscht auch Gewissheit und Sicherheit für Kunden, die ein Neufahrzeug kaufen wollen. Denn bei Kunden, die vor dem Insolvenzantrag ein Neufahrzeug gekauft und hierfür eine Anzahlung geleistet hatten, ist die Anzahlung in großen Teilen verloren. Aus insolvenzrechtlicher Sicht handelt es sich um eine Gläubigerforderung, die das Autohaus wegen der Gläubigergleichbehandlung nicht mehr zurückzahlen darf. „Das ist für Kunden, die ihre Anzahlung verloren haben, außerordentlich bitter und tut der Geschäftsleitung und mir ausgesprochen leid. Dieses Zahlungsverbot gilt aber nicht nur in diesem Fall, sondern für alle Fälle von insolventen Autohäusern in ganz Deutschland“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Jens Schmidt. Nun können bei der Autohausgruppe Dirkes Neufahrzeuge ohne Risiko uneingeschränkt bestellt werden, denn die Anzahlungen oder Kaufpreiszahlungen sind durch Dr. Jens Schmidt als gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter treuhänderisch abgesichert. Ebenso denkbar ist, dass die Zahlung Zug um Zug gegen Herausgabe des Kraftfahrzeugbriefs und Pkw erfolgen kann.

Erfreuliches Investoreninteresse

Der Insolvenzverwalter ist zuversichtlich, dass die Automobilgruppe Dirkes durch einen neuen Investor die Möglichkeit für einen nachhaltige Zukunftslösung und einen Neuanfang bekommt. „Aufgrund der ersten Resonanz sehe ich durchaus Chancen für eine Sanierung und Fortführung des alteingesessenen Unternehmens. Der Name Dirkes genießt einen hervorragenden Ruf weit über die Region hinaus. Dirkes hat viele Stammkunden, verfügt über qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, bietet attraktive Angebote und guten Service“, sagt Dr. Jens Schmidt. Ziel sei, so Schmidt, der Verkauf der Gruppe an einen Investor im Rahmen einer übertragenden Sanierung und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Erste vielversprechenden Gespräche mit potentiellen Investoren werden derzeit bereits geführt.

Über Rechtsanwalt Dr. Jens M. Schmidt | Runkel Schneider Weber Rechtsanwälte

Dr. Jens M. Schmidt, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Mediator, ist Partner der Sozietät RUNKEL SCHNEIDER WEBER (RSW Rechtsanwälte). Die Wuppertaler Kanzlei besteht seit über 80 Jahren und ist schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Sanierungs- und Insolvenzberatung tätig. Neben dem Hauptsitz in Wuppertal ist RWS Rechtsanwälte auch mit Büros in Düsseldorf, Köln, Bonn, Remscheid, Solingen und Herne vertreten. Rechtsanwalt Dr. Schmidt wird von den Gerichten regelmäßig als Insolvenzverwalter bestellt. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten zählen - neben der Insolvenzverwaltung - auch die Sanierungsberatung und Vertretung von Unternehmen und Organen in der Krise und Restrukturierung. Darüber hinaus ist er Beiratsmitglied des VID, referiert regelmäßig zu Themen des Insolvenz- und Gesellschaftsrechts und ist Autor verschiedener Publikationen.

Weitere Informationen unter: www.rsw-anwaelte.de

Über die Automobilgruppe Dirkes

Die traditionsreiche und familiengeführte Automobilgruppe Dirkes aus Köln blickt auf eine mittlerweile fast 100-jährige Geschichte zurück. An insgesamt sechs Standorten in Köln, Frechen, Bonn, Troisdorf und St. Augustin unterhält Dirkes neben Autohäusern auch Werkstätten und ein Logistikzentrum. Unter dem breiten Angebot an Automarken finden sich unter anderem die Marken Fiat, Jeep, Nissan, Citroën, Suzuki und Mitsubishi wieder. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe 220 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.dirkes.de

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