Schneider Geiwitz & Partner: Trevira Insolvenz - Werner Schneider bleibt weiter Insolvenzverwalter - Geschäftslage gut – Financial Closing wird verschoben

30.10.2009

Schneider Geiwitz & Partner

Neu-Ulm/Bobingen, 30. Oktober 2009. Wirtschaftsprüfer Werner Schneider ist bei der Gläubigerversammlung der insolventen Trevira Gruppe in seinem Amt als Insolvenzverwalter bestätigt worden. Bei der Versammlung, die am gestrigen Donnerstag stattfand, bekamen die Gläubiger des Unternehmens eine ausführliche Berichterstattung zum Sachstand des laufenden Insolvenzverfahrens. Aktuell gibt es ein Gesamt-Forderungsvolumen von knapp 100 Mio. Euro.

Derzeit liegt der Schwerpunkt der Insolvenzverwaltung von Schneider, Geiwitz & Partner in der Sicherstellung der Betriebsfortführung der Trevira Gruppe. Die Neu-Ulmer Kanzlei betreut das insolvente Bobinger Unternehmen fortlaufend mit einem umfangreichen Personalstamm. Aktuell konnte Insolvenzverwalter Werner Schneider gerade erst erreichen, dass eine vorzeitige Auszahlung der Pensionsansprüche an die Betriebsrentner der Trevira Gruppe vorgenommen wird..

Im Oktober neuer Rekordumsatz erreicht

Das Unternehmen ist auch dank der von der Insolvenzverwaltung eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wirtschaftlich erfolgreich. Die derzeitige Auftragslage ist sehr stark, die Umsätze lagen im September mit €18,8 Millionen schon auf einem Jahreshöchststand. Im Monat Oktober wird mit über €20 Millionen voraussichtlich ein neuer Rekordumsatz für das Jahr 2009 erreicht. Kunden und Geschäftspartner schätzen ganz offensichtlich die Kontinuität im Betrieb des Faserspezialisten. „Die Trevira Gruppe steht aktuell auf wirtschaftlich sehr stabilen Beinen und finanziert den laufenden Geschäftsbetrieb aus den Einnahmen – wie ein ganz normales Unternehmen“, so Wirtschaftsprüfer Werner Schneider, Insolvenzverwalter der Trevira Gruppe. Somit sei auch für die Zukunft gewährleistet, dass die vorgesehene Zahl der Arbeitsplätze langfristig erhalten bleibt.

Financial Closing muss verschoben werden

Entgegen der ursprünglichen Planung muss allerdings das für den 1. November 2009 angestrebte Financial Closing (Betriebsübergang) auf den 31. Dezember verschoben werden. Hintergrund für diese Maßnahme ist der notwendige Aufbau neuer Gesellschaftsstrukturen für das neue Unternehmen. Hinzu kommen die Auswirkungen der Finanzkrise, die bei dem Abschluss der Finanzierung für eine unerwartete Verzögerung sorgen. „Aktuell und in der absehbaren Zukunft ist die restrukturierte Trevira am Markt nicht nur überlebensfähig, sondern sehr erfolgreich“, so Insolvenzverwalter Schneider weiter. Die Verschiebung des Financial Closings werde daher keine Auswirkungen auf den eigenständigen Geschäftsbetrieb der Trevira Gruppe haben.

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