Schultze & Braun: Ausproduktion bei C&F Automotive Germany GmbH läuft bis Ende Oktober

16.04.2018

- Sämtliche potentiellen Investoren haben sich zurückgezogen
- Kunden aus der Automobilindustrie stellen derzeit ihre Lieferketten auf neue Zulieferer um
- Unternehmen wird nach Ende der Ausproduktion stillgelegt

Neunkirchen (Saar). Bei dem insolventen Automobilzulieferer C&F Automotive GmbH läuft derzeit die Ausproduktion. „In enger Abstimmung mit den Hauptkunden haben wir beschlossen, dass diese Ausproduktion bis Ende Oktober andauern wird“, berichtet Insolvenzverwalter Andreas Liebaug von Schultze & Braun. Bis dahin wird das Unternehmen der Auftragslage entsprechend fortgeführt. Die Kunden müssen ihre Lieferketten für Aluminium-Zierleisten nun auf neue Zulieferer umstellen, was mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Nach Abschluss der Ausproduktion wird das Unternehmen stillgelegt. Der Abbau der Arbeitsplätze wird sozialverträglich erfolgen. Hierzu wird mit dem Betriebsrat ein Sozialplan und Interessenausgleich verhandelt.

Liebaug hatte das Unternehmen nach dem Insolvenzantrag im September 2017 ohne Einschränkungen fortgeführt und erste Sanierungsmaßnahmen ergriffen. Parallel stieß er eine internationale Suche nach potentiellen Investoren an, um eine dauerhafte Sanierung des Unternehmens zu gewährleisten. Über mehrere Monate hinweg verhandelte Liebaug mit mehreren Interessenten.

„Die Eigentumsverhältnisse bei der C&F Automotive Germany GmbH waren angesichts enger Verflechtungen insbesondere mit der C&F-Muttergesellschaft in Irland allerdings sehr kompliziert. Das hat letztendlich mit dazu geführt, dass alle Interessenten, mit denen wir gesprochen haben, sich zurückgezogen haben. Ich bedaure das sehr, insbesondere für die Beschäftigten, die hervorragend mitgearbeitet haben und dies trotz der schwierigen Situation immer noch tun. Angesichts der guten Arbeitsmarktlage in der Region sowie dem hohen Qualifizierungsgrad bin ich jedoch zuversichtlich, dass sie anschließend rasch eine neue Beschäftigung finden.“

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