Schultze & Braun: Autohaus Schillinger meldet Insolvenz an

07.01.2008

Schultze & Braun

Die Lahrer Autohaus Fritz Schillinger GmbH, die überregional bekannt ist als Vertragshändler für Opel und Saab sowie für Marken wie Lotus, Maserati, Chevrolet, Cadillac und Corvette, hat am 4. Januar 2008 einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefano Buck von Schultze & Braun bestellt. Er wird den Geschäftsbetrieb zunächst fortführen, um Lösungsmöglichkeiten mit dem Ziel der Standortsicherung zu finden.

Das Autohaus wurde bereits 1929 von Fritz Schillinger sen. gegründet und wird heute von seinem Sohn Fritz und dessen Tochter Tina geleitet. Mit dem Vertrieb seiner internationalen Marken zog das Autohaus Schillinger Kunden aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarstaaten an und war mit seinem Vertriebsprogramm erfolgreich. Die Zeiten wurden für das Autohaus Schillinger schwieriger, als das Opel-Mutterhaus General Motors zunehmend Einfluss auf die Modellpolitik der Adam Opel AG in Rüsselsheim nahm. Im Sinne einer weltweiten Strategie setzte man mehr auf Kleinwagen, Mittelklasse und Familienfahrzeugpolitik. „Wir verloren daraufhin viele Firmenkunden, die ihre Autoflotten zunehmend bei anderen deutschen Marken wie Audi, BMW, VW oder Mercedes bestellten“, so Fritz Schillinger. Mit dem Abzug der kanadischen Streitkräfte in Lahr vor einigen Jahren verschlecherte sich die Marktposition von Schillinger auch im Bereich der anderen Marken, da hier die besten Kunden für diese Modelle ausfielen. Weitere Faktoren, die zur Verschlechterung der Situation beitrügen, so Schillinger weiter, waren Überproduktionen in der Automobilbranche, die zu ständigen Rabattaktionen führten, die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent zum Jahresbeginn 2007, die stark gestiegenen Kraftstoffpreise der letzten Monate und dadurch bedingt die verstärkte Spar-Mentalität der Kunden.

Ende September 2007 brach das Verkaufsgeschäft von Autohaus Schillinger dann in weiten Teilen ein. Nach den jüngsten Zahlen des Kraftfahrzeugbundesamtes sank der Verkauf des Opel Astra im November 2007 um 26,2 Prozent, der Verkauf der Modelle Meriva und Zafira sogar jeweils um 33 Prozent. Erste Gespräche zwischen der Geschäftsleitung und der Adam Opel AG führten zu keinem Ergebnis. Da auch für 2008 keine deutliche Besserung beim Fahrzeugabsatz zu erwarten ist, sah sich die Geschäftsleitung von Autohaus Schillinger zum Schritt in die Insolvenz gezwungen, um weitere Verluste zu vermeiden.

Buck teilte mit, dass die Löhne und Gehälter für die 60 Mitarbeiter für Dezember 2007 rückständig seien und dass hier zunächst für eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesorgt wird. Als nächstes stehen Gespräche mit dem Vertragspartner Opel sowie mit den beteiligten Banken an, so Buck weiter.

Kontakt:

Rechtsanwältin und Pressesprecherin Ronja Sebode, Schultze & Braun, Niederlassung Achern, RSebode@schubra.de, Tel.: 07841/708-0

Die Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung mbH ist eine Gesellschaft von Rechtsanwälten, die sich seit über 20 Jahren mit allen Fragen der Insolvenz- und Zwangsverwaltung beschäftigt. Bundesweit sind bei Schultze & Braun über 40 Insolvenzverwalter an 28 Standorten tätig, es werden jährlich Hunderte von Insolvenzverfahren bearbeitet. Dabei wird die gesamte Spannbreite von der Insolvenz der natürlichen Person bis zur internationalen Großinsolvenz abgewickelt. Darüber hinaus verfügt Schultze & Braun über eine internationale Abteilung und Niederlassungen im Ausland und damit über das Know-how, auch grenzüberschreitende Insolvenzverfahren effektiv zu betreuen.

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