Schultze & Braun begleitet ESPRIT aus der Krise

03.11.2020

Gläubiger stimmen Restrukturierungskonzept des Modeskonzerns mit großer Mehrheit zu

Sanierungsverfahren kann kurzfristig beendet werden

Generalbevollmächtigter Detlef Specovius von Schultze & Braun:“Schutzschirm beweist Eignung als leistungsstarkes Sanierungsinstrument“

Düsseldorf. Wenige Tage nach der Fluggesellschaft Condor steht der nächste große Mandant von Schultze & Braun vor einer erfolgreichen Sanierung. Die Gläubiger des internationalen und an der Börse in Hongkong gelisteten Modekonzerns ESPRIT haben am 29. und 30. Oktober 2020 in insgesamt sechs Versammlungen dem Restrukturierungskonzept mit großer Mehrheit zugestimmt. Das zuständige Gericht hat die Pläne ebenfalls bestätigt. Voraussichtlich Ende November kann ESPRIT das Planverfahren daher verlassen, Rechtsmittel gegen das Konzept sind nicht mehr möglich.

Das Konzept für insgesamt sechs Tochtergesellschaften hatten das ESPRIT-Management um CEO Anders Kristiansen sowie Restrukturierungsteams von Schultze & Braun, Heuking und White & Case ausgearbeitet und zur Abstimmung vorgelegt. Diese Tochtergesellschaften stehen für den wesentlichen Teil des operativen Geschäfts bei ESPRIT.

Die Pläne sehen vor, dass die ESPRIT Holdings Limited weiterhin Gesellschafterin der sechs deutschen ESPRIT-Tochtergesellschaften bleibt. Die Holding hatte das Restrukturierungskonzept auch finanziell unterstützt.

Generalbevollmächtigter Detlef Specovius von Schultze & Braun erklärt: „Die Zustimmung der Gläubiger und die Bestätigung des Gerichts für unseren Restrukturierungsplan sind die wesentlichen Schritte zur erfolgreichen Sanierung von ESPRIT. Die Aufgebung des Sanierungsverfahrens steht unmittelbar bevor. ESPRIT geht gestärkt aus dem Verfahren hervor. Damit zeigt sich erneut die Stärke des Schutzschirms als leistungsstarkes Sanierungsinstruments für Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage. Ein aktiv und frühzeitig beantragtes sowie gut vorbereitetes Verfahren führt dazu, dass Unternehmen sehr schnell saniert und mit einem zukunftsfähigen Konzept ausgestattet werden können.“

ESPRIT ist ein international tätiger Modekonzern, der im Jahr 1968 in San Francisco/USA gegründet worden ist. Weltweit ist ESPRIT in mehr als 30 Ländern tätig, die Firmenzentrale befindet sich in Ratingen. ESPRIT hatte am 27. März das Schutzschirmverfahren beantragt. Ursache waren die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie und die daraufhin erfolgten Ladenschließungen in Europa und Asien.

Neben Detlef Specovius als Generalbevollmächtigtem waren von Schultze & Braun Dr. Christoph von Wilcken (Berlin, Insolvenzrecht), Michael Böhner (Achern, Insolvenzrecht), Dr. Jürgen Erbe (Mannheim, Insolvenzrecht), Dr. Annerose Tashiro (Achern, Internationales Recht) und Stefanie Beck (Nürnberg, Arbeitsrecht) in das Mandat ESPRIT eingebunden.

Über Schultze & Braun

Schultze & Braun ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung im Sanierungs- und Insolvenzrecht. Mit über 600 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland und dem europäischen Ausland unterstützt Schultze & Braun Unternehmen vor Ort, bundesweit und international in allen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

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