Schultze & Braun: Kaufhaus Schneider hat Insolvenzantrag gestellt

03.07.2009

Schultze & Braun

Rastatt. Der Geschäftsführer der Schneider GmbH & Co. Kaufhaus KG mit Sitz in Rastatt hat am 29. Juni 2009 beim zuständigen Amtsgericht Baden-Baden einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Insolvenzgericht hat Rechtsanwalt Harald Kroth von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Von der Insolvenz sind alle drei Kaufhäuser in Rastatt, Bretten und Kehl betroffen.

Kaufhaus Schneider kann auf eine über 100-jährige Tradition in Nordbaden zurückblicken. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1892 von Anton Schneider in Ettlingen als Manufakturwarengeschäft und hat sich nach und nach mit mehreren Geschäften über den nordbadischen Raum erstreckt. Im Jahr 2003 wurden die verbliebenen Kaufhäuser - damals war noch der Standort Bruchsal dabei - in eine neue Firma mit neuen Gesellschaftern überführt mit dem Ziel, den Geschäften eine neue, moderne Optik zu geben. Das Kaufhaus in Bruchsal wurde im April 2009 geschlossen. „Kaufhaus Schneider hatte mit stetigen Umsatzrückgängen zu kämpfen. Die Ursachen hierfür lagen zum einen in der Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres 2007. Diese konnte nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Hinzu kamen die zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden seit dem vergangenen Jahr sowie die Wettbewerbssituation an den Standorten,“ so der vorläufige Insolvenzverwalter Kroth in einer ersten Stellungnahme. „Der Betrieb wird nun vorerst weitergeführt, damit geprüft werden kann, ob es Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft gibt, um die Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten,“ so Kroth weiter.

Von der Insolvenz sind 122 Mitarbeiter betroffen. Kroth bemüht sich derzeit um eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, um die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für die nächsten Monate zu sichern.

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