Schultze & Braun: Restrukturierung der Lapport-Gruppe eingeleitet

27.07.2009

Schultze & Braun

Enkenbach-Alsenborn. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jean-Olivier Boghossian, Schultze & Braun, hat mit dem Betriebsrat in den vergangenen drei Wochen einen unterschriftsreifen Interessenausgleich und Insolvenzsozialplan verhandelt, die jedoch noch unter dem Finanzierungsvorbehalt stehen. Boghossian, der Betriebsratsvorsitzende Schallenberger und der IGBCE-Vertreter Baumeister sind davon überzeugt, damit gemeinsam die Weichen für den erfolgreichen Abschluss der anlaufenden Investorengespräche mit dem Ziel des Standorterhalts der Produktion in Enkenbach-Alsenborn gestellt zu haben. Nahezu alle namhaften Wettbewerber der Lapport-Gruppe zeigen Interesse an einer Übernahme der geschäftlichen Aktivitäten des Schleifmittelherstellers. Der vorläufige Insolvenzverwalter und der Betriebsrat haben heute in einer Betriebsversammlung die Mitarbeiter über den Verfahrensstand und die weiteren Schritte informiert.

Es ist beabsichtigt, sämtliche Arbeitnehmer der Lapport-Gruppe in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) zu überführen. In dieser stehen die Mitarbeiter einem zukünftigen Investor zur Begründung von Anschlussbeschäftigungsverhältnissen zur Verfügung. Diejenigen Mitarbeiter, für die in einer Auffanggesellschaft zunächst keine Beschäftigungsmöglichkeit besteht, sollen für längstens sechs Monate weiterqualifiziert werden. Sofern sich die Nachfrage und damit die Geschäftsperspektiven der Lapport-Gruppe nach den eingetretenen Marktverwerfungen infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise verbessern sollte, ist damit zu rechnen, dass weitere Mitarbeiter aus der BQG heraus bei der Auffanggesellschaft ein neues Arbeitsverhältnis finden werden.

Nachdem der kaufmännische Vorstand Roman Barthel am 2. Juli 2009 sein Amt niedergelegt und auf eigenen Wunsch Lapport verlassen hat, wurde umgehend vom vorläufigen Insolvenzverwalter der sanierungserfahrene Interimsmanager Raoul Ulitzsch verpflichtet. Erste Maßnahmen der Restrukturierung der Lapport-Gruppe wurden bereits eingeleitet. So soll im Ergebnis insbesondere das Produktportfolio gestrafft werden, verbunden mit einer ertragsorientierten Bereinigung des Kundenstamms. Zugleich wurde mit dem Umbau des betrieblichen Rechnungswesens begonnen, der im Rahmen der Unternehmenssteuerung erforderlich ist, um zukünftig auch kurzfristig optimal auf Marktveränderungen reagieren zu können. Damit einhergehend sind auch Optimierungsmaßnahmen in der Aufbau- und Ablauforganisation der Lapport-Gruppe angelaufen.

In Abstimmung mit dem Insolvenzgericht Kaiserslautern und der zuständigen Agentur für Arbeit ist mit einer gerichtliche Entscheidung über die Eröffnung der Insolvenzverfahren der Unternehmen der Lapport-Gruppe voraussichtlich Anfang September 2009 zu rechnen.

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