Schultze & Braun: Seibel & Reitz stellt Insolvenzantrag

30.01.2018

Enormer Preisdruck am Markt Ursache der wirtschaftlichen Schieflage

57 Mitarbeiter bis einschließlich Februar über das Insolvenzgeld abgesichert

Geschäftsbetrieb läuft vollumfänglich weiter

Vorläufige Insolvenzverwalterin Gundula Pierson von Schultze & Braun führt erste Gespräche mit internationalen Investoren

Biedenkopf. Die SUR Seibel & Reitz GmbH & Co. KG hat am 24. Januar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Marburg bestellte Rechtsanwältin Gundula Pierson von Schultze & Braun zur vorläufigen Insolvenzverwalterin. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Die 57 Mitarbeiter sind bis einschließlich Februar über das Insolvenzgeld abgesichert.

Ursache für die wirtschaftliche Schieflage ist der enorme Preisdruck am Markt. „SUR ist ein Qualitätshersteller mit den entsprechenden Kosten im Einkauf und in der Produktion. Diese Kosten kann das Unternehmen aufgrund der niedrigen Preise, die derzeit am Markt aufgerufen werden, nicht vollständig refinanzieren. Das hat die Liquidität belastet und den Insolvenzantrag notwendig gemacht“, erklärt die vorläufige Insolvenzverwalterin.

Sie ist zuversichtlich, eine Lösung für SUR finden zu können: „Die Auftragsbücher sind voll, die Produkte stehen für eine hohe Qualität, wie sie andere Hersteller kaum anbieten.“ Pierson steht daher auch schon mit mehreren Investoren in Verbindung.

„Es hat schon vor dem Insolvenzantrag erste Gespräche über den Einstieg von Investoren gegeben. Daran können und werden wir anknüpfen. Zusammen mit meinem Kollegen Alessandro Honert führen wir bereits international Verhandlungen mit Interessenten“, berichtet Pierson. Ziel sei es, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

SUR wurde 1948 gegründet und hat sich zu einem bekannten Hersteller von Kamin- und Abgassystemen sowie schalldämmenden Produkten entwickelt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Biedenkopf ist bis heute ein familiengeführter Betrieb.

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