Schultze & Braun: Selectrona lässt Sanierungsverfahren hinter sich

10.02.2020

Amtsgericht Dresden hebt Verfahren zum 29. Januar endgültig auf

Einstieg der Walter Söhner Technologieberatung GmbH sichert Unternehmen und alle 400 Arbeitsplätze

Sachwalter Harald Bußhardt dankt allen Beteiligten für das Engagement

Dippoldiswalde. Die Selectrona GmbH hat ihr Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Das Amtsgericht Dresden hob das Verfahren mit Beschluss vom 29. Januar endgültig auf. Mitte November hatten bereits die Gläubiger den Insolvenzplan des Unternehmens einstimmig angenommen. Dieser sieht den Einstieg der Walter Söhner Technologieberatungs GmbH, einem Unternehmen der Söhner Group, als strategischem Investor vor.

„Der Insolvenzplan stellt die Gläubiger deutlich besser als bei einer Zerschlagung des Unternehmens. Außerdem erhalten sie schneller ihre Quote auf die anerkannten offenen Forderungen“, zählt Sachwalter Harald Bußhardt von Schultze & Braun die Vorteile der erreichten Lösung auf. „Durch die nahtlose Weiterführung des Geschäftsbetriebs konnten alle Kundenaufträge auch während der Sanierungsphase erfüllt werden. Das große Engagement der Mitarbeiter hat ebenfalls mit dazu beigetragen, dass alle 400 Arbeitsplätze erhalten und das Unternehmen insgesamt gerettet werden konnte. Dafür gilt allen Beteiligten mein herzlicher Dank.“ Insbesondere hob der Sachwalter die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gläubigerausschuss und den sonstigen Beteiligten hervor.

Trotz voller Auftragsbücher bis in das Jahr 2022 hinein hatte die Selectrona GmbH aufgrund nicht ausreichender Liquidität am 18. September 2018 beim Amtsgericht Dresden Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. Rechtsanwalt Jörg Spies von SP!ES Restrukturierung, der das Sanierungskonzept ausgearbeitet und den Insolvenzplan erstellt hat, war hierzu zum weiteren Geschäftsführer für den Bereich Sanierung berufen worden. Zum Sachwalter, der die Sanierung überwachte, bestellte das Amtsgericht Dresden Harald Bußhardt.

Neben Bußhardt waren mehrere weitere Spezialisten von Schultze & Braun an der Sanierung beteiligt. So unterstützte die Berliner Wirtschaftsprüfer-Einheit um Guido Koch den Sachwalter bei der Vorprüfung des Insolvenzplanes und die Leipziger Insolvenzsteuerberatung mit Steuerberaterin Manja Busch kümmerte sich um insolvenzrechtliche Rechnungslegung und die steuerliche Begleitung des Insolvenzverfahrens. Darüberhinaus berieten die Rechtsanwälte Dr. Ludwig J. Weber und Nils Andersson-Lindström von Schultze & Braun den Sachwalter bei der Erstellung der Verträge mit dem Investor.

Selectrona ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung qualitativ hochwertiger Präzisionskunststoffteile, Mehrkomponenten- und Verbundteile (Kunststoff-Metall-Verbindungen) und komplexer Baugruppen (Verbundteile mit montierten elektronischen und mechanischen Komponenten) und arbeitet hauptsächlich für die Hauptzulieferer (Tier-1) der Automobilindustrie.

Das Unternehmen wurde 1992 in Schlottwitz bei Glashütte gegründet und hat in der Region zwei Standorte: Den Hauptstandort in Dippoldiswalde-Reinholdshain und den Standort in Schlottwitz. Im Jahr 2017 verzeichnete die Selectrona GmbH einen Umsatz von rund 68,4 Mio. EUR. Die Selectrona s.r.o befindet sich im tschechischen Košťany und beschäftigt dort aktuell knapp 100 Mitarbeiter.

Beteiligte (Schultze & Braun):

Harald Bußhardt (Sachwalter; Dresden); Dr. Ludwig J. Weber, Nils Andersson-Lindström (beide Beratung Investorenverträge; Bremen); Maja Busch (Insolvenzsteuerberatung; Leipzig); Guido Koch (Vorprüfung Insolvenzplan; Berlin)

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