Schultze & Braun: Staats-Verlag - positive Erwartungen trotz Insolvenzantrag

02.01.2009

Schultze & Braun

Die in Wuppertal-Barmen ansässige Fr. Staats-Verlag GmbH musste am 23. Dezember 2008 beim Amtsgericht Wuppertal einen Insolvenzantrag stellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stephan Ries von Schultze & Braun bestellt.

Der Staats-Verlag besteht bereits seit 1834. Bis 1966 verlegte das Unternehmen die publizistisch namhafte Westdeutsche Rundschau; diese wurde später vom Düsseldorfer Verlag Girardet übernommen. Bis in das Jahr 1974 gab man außerdem den in Wuppertal viel gelesenen Stadt-Anzeiger heraus, dessen Vorläufer die Barmer-Zeitung war. Heute fertigt das Unternehmen mit derzeit 32 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Druckerzeugnisse im so genannten Rollen-Offset-Verfahren, hier vor allem Werbebeilagen für Zeitungen.

Die Betriebsimmobilie Kleiner Werth/Mühlenweg ist Eigentum des Staats-Verlags. Bis in das Jahr 2007 erzielte man stets positive Bilanzergebnisse, musste jedoch erstmalig gegen Ende des Geschäftsjahres 2007/08 spürbare Verluste hinnehmen, die nicht unmaßgeblich mit einer größeren Fehlinvestition zusammenhingen. Die zur Kapazitätssteigerung angeschaffte zweite Druckstraße konnte nicht – wie gewünscht – rechtzeitig in einen funktions­tauglichen Betriebszustand versetzt werden. Es entstanden unerwartete Produk­tionsausfälle. Zwei Großkunden, denen man feste Lieferzusagen gegeben hatte, sprangen daraufhin ab. Die Geschäftsleitung reagierte prompt und leitete Erfolg­ versprechende Sanierungsschritte ein, die vor allem bei den Lieferanten durchweg Zustimmung fanden. Am Ende scheiterte die außergerichtliche Sanierung einzig daran, dass die erforderlichen Deckungszusagen der wichtigsten Kreditversicherer zum Lieferbezug neuer Rohstoffe innerhalb der gesetzlichen Insolvenzantragsfrist nicht beigebracht werden konnten.

„Die gegenwärtige Lage ist dennoch erfreulich stabil“, berichtet Insolvenzverwalter Ries aus Wuppertal. „Die Belegschaft ist trotz der Insolvenz sehr engagiert und tatkräftig bei der Sache. Sie glaubt an ihre Chance.“ Löhne und Gehälter sind bis einschließlich November 2008 bezahlt. Die aktuell fällig werdenden Löhne und Gehälter werden durch eine Insolvenzgeldvorfinanzierung sichergestellt. Es liegen bereits Nachfolgekonzepte auf dem Tisch, die auch von der örtlichen Stadtsparkasse und dem kürzlich erneuerten Gesellschafterkreis unterstützt werden. Ries weiter: „Die derzeitigen Kunden- und Lieferbeziehungen sind intakt; wir werden die Umsetzung der schon vorbereiteten Sanierungsschritte jetzt forciert angehen. Wenn alle Beteiligten – wie bisher – weiter aktiv mitmachen, kann eine Sanierung gelingen und das Unternehmen wieder gefestigt in den Markt gestellt werden.“

Kontakt:

Rechtsanwältin und Pressesprecherin Ronja Sebode, Schultze & Braun, Niederlassung

Achern, RSebode@schubra.de, Tel.: 07841/708-0

Die Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung mbH ist eine Gesellschaft von Rechtsanwälten, die sich seit über 30 Jahren mit allen Fragen der Insolvenz- und Zwangsverwaltung beschäftigt. Bundesweit sind bei Schultze & Braun über 35 Insolvenzverwalter an 30 Standorten tätig, es werden jährlich Hunderte von Insolvenzverfahren bearbeitet. Dabei wird die gesamte Spannbreite von der Insolvenz der natürlichen Person bis zur internationalen Großinsolvenz abgewickelt. Darüber hinaus verfügt Schultze & Braun über eine internationale Abteilung und Niederlassungen im Ausland und damit über das Know-how, auch grenzüberschreitende Insolvenzverfahren effektiv zu betreuen.

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