Sigma Corporate Finance GmbH begleitete erfolgreich den Verkauf der Beleuchtungssparte der Europoles-Gruppe

06.04.2020

Informationen zur Transaktion

Ein weiterer, wesentlicher Meilenstein im Rahmen der Sanierung der EuropolesGruppe mit Sitz in Neumarkt konnte durch den erfolgreichen Verkauf der Beleuchtungssparte erreicht werden. Den Zuschlag für die sechs in und ausländischen Standorte der Beleuchtungssparte, die insgesamt ca. 390 Beschäftigte umfasst, erhielt nach der Entscheidung des Gläubigerausschusses der strategische Investor Metalogalva. Das Unternehmen mit Sitz in Portugal ist ein international agierender Hersteller von Stahlstrukturen u.a. für den Straßen und Schienenverkehr, Telekommunikation sowie den EnergieSektor.

Als Sanierungsgeschäftsführer in Eigenverwaltung widmeten sich Rechtsanwalt Vincenz von Braun und Rechtsanwalt Alexander Reus – beide Partner der Anchor Management GmbH – der Konzeptionierung und Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen zur Sanierung der EuropolesGruppe. Als wichtiger Bestandteil davon konnten nun auch die in und ausländischen Aktivitäten der verbliebenen Beleuchtungssparte im Rahmen eines europaweiten, strukturierten Bieterprozesses verkauft und damit der Fortbestand nachhaltig gesichert werden.

Betreut wurde der M&AProzess von der auf Sondersituationen spezialisierten M&ABeratungsboutique Sigma Corporate Finance GmbH (SIGMA) unter der Federführung des Gründungspartners Sönke Schulz. „Wir hatten einige Hürden zu nehmen und eine Vielzahl an Besonderheiten, die die Transaktion maßgeblich beeinflussten. Daher sind wir sehr froh, mit SIGMA einen erfahrenen M&ABerater gefunden zu haben, mit dem wir die hohen Anforderungen an diesen M&AProzess gemeinsam bewältigen konnten“, so der Sanierungsgeschäftsführer Alexander Reus.

Für den Investor Metalogalva ist dies ebenso ein strategisch wichtiger Schritt, um seine Marktposition in einem wettbewerbsintensiven Markt wie Deutschland ausbauen zu können. Die Geschäftsführung des Erwerberunternehmens ist zuversichtlich, den Marktanteil des Unternehmens sowie die Agilität und Effizienz des Einkaufs aufgrund der Transaktion steigern zu können. Der Grundstein für den Ausbau der Marktführerstellung von Metalogalva im europäischen Beleuchtungssektor sei nun gelegt. Eine endgültige Übertragung an Metalogalva ist voraussichtlich erst im Herbst 2020 realisierbar. „Das Verfahren ist auch aufgrund der zahlreichen in und ausländischen Standorte rechtlich sehr komplex, sodass wir mit einer längeren Übergangsphase rechnen müssen“, sagt Sanierungsexperte Vincenz von Braun.

Die Europoles GmbH & Co. KG hatte im Oktober 2018 einen Antrag auf ein gerichtliches Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung stellen müssen, welches von dem Sachwalter Dr. Harald Schwartz überwacht und konstruktiv begleitet wurde. Auslöser des Antrags war ein plötzlich zurückgezogener Großauftrag mit einem Gesamtvolumen von über 110 Mio. Euro. Der Verlust des Großauftrags versetzte die Unternehmensgruppe in eine wirtschaftliche Schieflage, da bereits erhebliche Investitionen zur Vorbereitung des Auftrags getätigt wurden.

Während der Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren konnten bereits erfolgreiche Verkäufe anderer Unternehmensteile von Europoles verzeichnet werden. Die Übertragung der Infrastruktursparte inklusive der Tochtergesellschaft Europoles Suisse GmbH an das Familienunternehmen FUCHS & Söhne GmbH aus Berching wurde im April 2019 im Rahmen eines kompetitiven Bieterverfahrens realisiert. In diesem Zuge konnte ebenso die Tochtergesellschaft Europoles RMP GmbH in LutherstadtEisleben an die KagelmannGruppe veräußert werden. Auch für die ebenfalls zur EuropolesGruppe gehörende Europoles Kromiss sp.z.o.o in Polen und die Mehrheitsbeteiligung an der Europoles Middle East LLC fanden sich nachhaltige Investorenlösungen.

Insgesamt konnte Sigma Corporate Finance durch die fünf erfolgreichen Unternehmensteilverkäufe zu einem möglichen Erhalt von ca. 1.100 Arbeitsplätzen der EuropolesGruppe wesentlich beitragen.

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