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Richter am Bundesgerichtshof Dr. Matthias im Ruhestand
Nr. 179/2026 vom 30.09.2026
Richter am Bundesgerichtshof Dr. Oliver Matthias wird mit Ablauf des 30. September 2026 nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand treten.
Herr Dr. Matthias wurde im Jahr 1960 in Donndorf/Thüringen geboren. Er legte 1985 die Prüfung als Diplom-Jurist ab. Nach weiteren Jahren des Forschungsstudiums an der Humboldt-Universität zu Berlin wurde er 1988 Richterassistent, dann Richter bei dem Kreisgericht Suhl. Vom 12. März 1990 bis zum 10. November 1991 amtierte er als dessen Direktor. Am 13. August 1991 wurde er zum Richter auf Probe im Dienst des Freistaates Thüringen ernannt. An die Tätigkeit als Richter bei dem Kreisgericht Suhl schlossen sich Verwendungen bei den Arbeitsgerichten Eisenach und Gera sowie bei dem Landgericht Meiningen an. Am 14. Februar 1995 wurde Herr Dr. Matthias zum Richter am Landgericht Meiningen ernannt. In der Zeit vom 1. September 1997 bis zum 30. September 1998 war er an das Thüringer Oberlandesgericht abgeordnet und im Anschluss bis zum 30. September 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Bundesgerichtshof. Am 1. April 2001 wurde er bei dem Landgericht Meiningen zum Vorsitzenden Richter befördert.
Am 2. Juni 2008 wurde Herr Dr. Matthias zum Richter am Bundesgerichtshof ernannt. Er gehört seither dem XI. Zivilsenat an, der im Wesentlichen für das Bank-, Börsen- und Wertpapierrecht zuständig ist. Seit dem 1. Februar 2021 ist er für diesen Senat stellvertretendes Mitglied im Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes.
In seiner über 18-jährigen Zugehörigkeit zum Bundesgerichtshof hat Herr Dr. Matthias die Rechtsprechung des XI. Zivilsenats maßgeblich geprägt. Darüber hinaus hat Herr Dr. Matthias eine Vielzahl von Kunstausstellungen in den Räumlichkeiten des Bundesgerichtshofs organisiert, die stets auf großes Interesse stießen. Seine fachkundigen Führungen fanden im Haus und darüber hinaus regen Anklang.
Karlsruhe, den 30. September 2026