SYSCON GmbH Systeme plus Consulting, Osnabrück, leitet Sanierung in Eigenverwaltung ein

20.05.2026

die SYSCON GmbH Systeme plus Consulting stellt Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens

das Eigenverwaltungsverfahren wird von den Sanierungsexperten von BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte, Münster, begleitet

das Amtsgericht Osnabrück bestellt Rechtsanwalt Dr. Malte Köster zum vorläufigen Sachwalter der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt

Osnabrück

Die SYSCON GmbH Systeme plus Consulting ist ein mittelständischer IT- und Softwareanbieter mit Fokus auf ganzheitliche Digitalisierungslösungen für Unternehmen, öffentliche Auftraggeber und spezialisierte Branchenanwendungen.

Aufgrund einer sich zuletzt verschärfenden wirtschaftlichen Krise des Unternehmens, die insbesondere auf die Belastung durch hohe Software-Entwicklungskosten zurückzuführen war, hatte sich Geschäftsführer Sören Korf dazu entschlossen, die Restrukturierung des Unternehmens im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens durchzuführen.

Das Amtsgericht Osnabrück hat im Zuge der Antragstellung am 19. Mai 2026 ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren angeordnet. Generalbevollmächtigt im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens sind der Sanierungsexperte Rechtsanwalt Dr. Frank Kreuznacht sowie die Rechtsanwälte Alexander Vey und Thore Voß aus der Kanzlei BBORS Kreuznacht, Münster. Rechtsanwalt Dr. Malte Köster (Kanzlei KÖSTERBERNER) wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Die SYSCON GmbH Systeme plus Consulting wurde im Jahr 2010 gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Osnabrück unterhält fünf weitere Standorte in ganz Deutschland und verbindet die Leistungsfähigkeit eines klassischen IT-Systemhauses mit der Entwicklung und dem Betrieb eigener Softwarelösungen für Logistik- und Medienprozesse. Im Geschäftsfeld IT-Systemhaus MSP bietet die SYSCON GmbH umfassende IT-Infrastruktur, Service- und Digitalisierungslösungen für kleine und mittelständische Unternehmen und Organisationen an.

Neben dem klassischen IT-Systemhausgeschäft verfügt die SYSCON GmbH über ein eigenständiges Softwaregeschäft mit branchenspezifischen Lösungen für Logistik- und Medienprozesse für mittelständische Unternehmen.

Die Generalbevollmächtigten von BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte, Münster, haben in enger Abstimmung mit dem Geschäftsführer die Antragstellung vorbereitet. Erste Grundlagen für ein Sanierungskonzept wurden erarbeitet. Unterstützt wurde das Unternehmen hierbei durch den ehemaligen osnatel-Geschäftsführer Jürgen Wehlend, welcher die operative und strategische Neuaufstellung des Unternehmens im Rahmen des Sanierungsverfahrens als Chief Operating Officer (COO) maßgeblich begleiten wird. Wehlend verfügt über langjährige Managementerfahrung in den Bereichen IT und Telekommunikation sowie im Turnaround-Management.

Gemeinsam mit dem vom Amtsgericht Osnabrück eingesetzten vorläufigen Sachwalter Rechtsanwalt Dr. Malte Köster (Kanzlei KÖSTERBERNER), konnten die ersten erforderlichen Abstimmungen getroffen werden.

„Der operative Geschäftsbetrieb der SYSCON GmbH Systeme plus Consulting wird auch nach Einleitung des Sanierungsverfahrens an allen Standorten uneingeschränkt fortgeführt; dies ist die zentrale Botschaft an alle Kunden und Lieferanten des Unternehmens“, so Geschäftsführer Sören Korf. „Kundenprojekte, Managed-Service-Angebote, Serviceleistungen und Supportprozesse in den beiden Geschäftsbereichen IT-Systemhaus und Software werden unverändert fortgeführt“, ergänzt Sören Korf. Geschäftsführer Sören Korf und COO Jürgen Wehlend werden gemeinsam mit den Sanierungsberatern an einer Restrukturierung des Unternehmens arbeiten und das Ziel verfolgen, den Restrukturierungsprozess zügig voranzutreiben.

Die Mitarbeitenden des Unternehmens wurden unmittelbar nach Anordnung des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens über die aktuelle Situation und die Gründe, die zur Einleitung des Sanierungsverfahrens führten, gemeinsam mit dem vorläufigen Sachwalter informiert. Die Löhne und Gehälter des SYSCON GmbH Systeme plus Consulting sind für drei Monate über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Die Mitarbeitenden unterstützen die Bemühungen der Geschäftsleitung im Hinblick auf eine Sanierung des Unternehmens.

Bereits im Vorfeld konnten wesentliche Ursachen der eingetretenen Krise lokalisiert werden. Insbesondere die erheblichen Entwicklungskosten im Softwarebereich haben zuletzt die Liquidität des Unternehmens geschwächt. „Die Entwicklungsprozesse sind zwischenzeitlich jedoch im Wesentlichen abgeschlossen, so dass im Rahmen des Sanierungsverfahrens auf ein entwickeltes Produkt zurückgegriffen werden kann. Das Eigenverwaltungsverfahren bietet uns jetzt die Möglichkeit, die notwendigen weiteren strukturellen Maßnahmen geordnet umzusetzen und das Unternehmen zukunftssicher neu aufzustellen. Hierbei sieht das Unternehmen insbesondere im Zusammenspiel aus stabilem IT-Systemhausgeschäft und den entwickelten Softwarelösungen eine belastbare Grundlage für die nachhaltige Fortführung und Weiterentwicklung des Unternehmens“, betont Korf.

Unterstützt werden Geschäftsleitung, Sanierungsberater und vorläufiger Sachwalter durch einen repräsentativ besetzten Gläubigerausschuss, der auf Anregung des Unternehmens vom Amtsgericht Osnabrück eingesetzt wurde.

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